Während Large-Cap-Transaktionen weiterhin unter der Volatilität der großen Syndizierungsmärkte leiden, erweist sich das Small- und Mid-Cap-Segment als Fels in der Brandung. Die aktuelle Studie von Rödl & Partner für 2025 belegt dies quantitativ: Das Small- und Mid-Cap-Segment der Unternehmen ist der attraktivste Bereich für Private-Equity-Investments in Deutschland.
Laut der Studie konzentrieren sich 42 Prozent der befragten Investoren auf genau diese Größenklasse. Die Gründe für diese Attraktivität sind struktureller Natur. Zum einen ist die Finanzierung im Midmarket oft unabhängiger von globalen Kapitalmarktschwankungen, da sie häufig über bilaterale Bankbeziehungen oder agile Private-Debt-Fonds dargestellt wird. Zum anderen bietet dieses Segment den größten Hebel für operative Wertschöpfung.
Im Gegensatz zu Konzernen bieten mittelständische Unternehmen oft noch erhebliches Potenzial in der Professionalisierung interner Prozesse, der Digitalisierung oder der Internationalisierung. Hier wird Rendite nicht durch „Financial Engineering“ erzielt, sondern durch unternehmerische Weiterentwicklung. Ein weiterer, massiver Treiber bleibt die Demografie: Schätzungen der KfW gehen davon aus, dass bis Ende 2026 rund 250.000 Unternehmen in Deutschland eine Nachfolgelösung suchen. Dieser enorme Dealflow trifft auf ein Private-Equity-Umfeld, das so differenziert ist wie nie zuvor.
Interessant ist dabei die Verschiebung der Werttreiber. In der Vergangenheit war „Multiple Arbitrage“ (der Einkauf zu niedrigen und Verkauf zu höheren Bewertungen) ein valider Renditebringer. Heute, und das zeigt auch die Studie deutlich, liegt der Fokus fast ausschließlich auf dem EBITDA-Wachstum.
Der deutsche Mittelstand bleibt, auch im internationalen Vergleich, eine Asset-Klasse mit herausragendem Risiko-Rendite-Profil – vorausgesetzt, man verfügt über das Netzwerk und das industrielle Verständnis, um die „Hidden Champions“ von morgen zu identifizieren.







