M&A-Rebound: Das Exit-Fenster im deutschen Mittelstand steht wieder offen

Nach einer Phase der Zurückhaltung meldet sich der globale Transaktionsmarkt eindrucksvoll zurück. Mit einem globalen Dealvolumen von 4,9 Billionen US-Dollar im Jahr 2025 ist der Knoten geplatzt. Doch was bedeutet diese Makro-Trendwende für den deutschen Mittelstand? Die Analyse zeigt: Wir bewegen uns von einem Käufermarkt hin zu einem balancierten Umfeld, in dem Qualität wieder Premium-Bewertungen erzielt.

Die jüngsten Daten aus dem „Global M&A Report 2026“ von Bain & Company zeichnen das Bild einer Erholung. Ein Anstieg des Volumens um 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr signalisiert, dass Strategen und Finanzinvestoren wieder aktiver sind. Für den deutschen Markt für Private-Equity-Investments ist jedoch ein anderer Indikator noch entscheidender: Die Schere bei den Preisvorstellungen schließt sich.

In den Jahren 2023 und 2024 scheiterten viele Prozesse an der „Valuation Gap“ – der Diskrepanz zwischen den historischen Bewertungsansprüchen der Verkäufer und der risikoadjustierten Zahlungsbereitschaft der Käufer. Mittlerweile haben Verkäufer ihre Erwartungen an das Zinsumfeld angepasst, während Käufer durch den stabilisierten Finanzierungsmarkt wieder kalkulierbare Modelle rechnen können. Besonders Strategische Investoren (Corporates) kehren mit Liquidität an den Verhandlungstisch zurück, getrieben von der Notwendigkeit, ihre Geschäftsmodelle technologisch oder geografisch zu erweitern.

Für Private-Equity-Investments im DACH-Raum bedeutet dies, dass sich der „Exit-Stau“ aufzulösen beginnt. Dies gilt jedoch nicht pauschal, denn es lässt sich eine klare Bifurkation erkennen: „A-Assets“, also Marktführer mit robusten Margen und nachweisbarer Cash Conversion, erzielen wieder Multiples, die an das Niveau von 2021 erinnern. Mittelmäßige Assets hingegen bleiben illiquide oder müssen signifikante Abschläge hinnehmen.