FINANCE Buy-out-Liste 2026: Ein Fundament für neues Wachstum

Stagnation oder Stabilisierung auf hohem Niveau? Die Interpretation der Marktdaten ist oft eine Frage der Perspektive. Die exklusive Buy-out-Liste, die das FINANCE Magazin gemeinsam mit der DBAG seit über zwei Jahrzehnten erstellt, liefert für das Jahr 2025 Fakten, die auf ein dynamisches Jahr 2026 hindeuten.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Mit 45 Transaktionen im Segment zwischen 50 und 250 Millionen Euro Unternehmenswert liegt die Aktivität sogar leicht über dem Vorjahr (42 Deals). Das Marktvolumen blieb mit 4,8 Milliarden Euro stabil. Was auf den ersten Blick unspektakulär wirkt, ist in Wahrheit ein Leistungsnachweis. Während andere M&A-Segmente (insbesondere im Venture- und Large-Cap-Bereich) teils zweistellige Einbrüche verzeichneten, hielt der Buy-out-Markt sein Niveau.

Ein wesentlicher Faktor für diese Stabilität ist die Rückkehr der Planungssicherheit bei Finanzierungen. Banken und Private-Debt-Anbieter stehen wieder in einem gesunden Wettbewerb um die attraktivsten Finanzierungen. Diese Entwicklung zeichnet sich auch anhand der Covenant-Strukturen ab, die sich normalisiert haben. Zudem ist die Bereitschaft der Kreditgeber, Wachstumspfade konstruktiv zu begleiten, hoch.

Besonders bemerkenswert ist die Stimmungslage auf Seiten der Marktteilnehmer: Der Pessimismus ist einem pragmatischen Optimismus gewichen. „Wenn wir bei einer spannenden Transaktion ein gutes Gefühl haben, legen wir los“, zitiert FINANCE einen Marktteilnehmer. Dieses Mindset ist entscheidend, denn es zeigt, dass die Schockstarre makroökonomischer Unsicherheiten abgeschwächt ist.

2025 war das Jahr der Konsolidierung, 2026 wird das Jahr der Beschleunigung. Mit einer gefüllten Pipeline und einem funktionierenden Finanzierungsmarkt sind alle Zutaten vorhanden, damit Private-Equity-Investments ihre Rolle als Motor für Transformation im Mittelstand wieder voll ausspielen können.