Erfolgreiche Veräußerungen stärken Liquidität; 152 Millionen Euro für Opportunitäten; Jahresprognose bestätigt

  • Erfolgreiche Exits von duagon und Kraft & Bauer vollzogen
  • Neue Beteiligung: Hipp Technology Group; gezielter Ausbau im Healthcare-Sektor
  • Verfügbare Mittel durch erfolgreiche Veräußerungen deutlich gestiegen: 152,4 Mio. Euro (31. Dezember 2025: 103,1 Mio. Euro)
  • NAV je Aktie 35,29 Euro1; zum Stichtag durch niedrige Kapitalmarktmultiplikatoren belastet; bereits im April klare Erholung sichtbar
  • EBITA Fondsberatung: 3,1 Mio. Euro (Q1 2025: 3,8 Mio. Euro)
  • Prognose für das Geschäftsjahr 2026 bestätigt
  • Dividendenvorschlag 1,00 Euro je Aktie; Aktienrückkaufprogramm bis 31. Juli 2026 verlängert
  • Hauptversammlung am 2. Juni 2026 in Frankfurt am Main

1 Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Aktien zum 31. März 2026: 17.376.151

Frankfurt am Main, 7. Mai 2026. Die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) veröffentlicht ihre Quartalsmitteilung für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026. Die Gesellschaft blickt auf ein transaktionsreiches Auftaktquartal zurück: Im Berichtszeitraum kam es zu einer neuen Investition sowie drei vollzogenen Veräußerungen. In den vergangenen acht Monaten konnte die DBAG insgesamt sogar sieben attraktive Transaktionen unter anspruchsvollen Bedingungen umsetzen, davon drei Veräußerungen sowie vier Investitionen. Die Erlöse aus den erfolgreichen Veräußerungen stärken die Liquiditätsbasis erheblich. Somit stiegen die verfügbaren Mittel auf 152,4 Millionen Euro, nach 103,1 Millionen Euro zum Ende des Geschäftsjahres 2025.

Der Nettovermögenswert (NAV) je Aktie lag zum Stichtag 31. März 2026 bei 35,29 Euro (zum 31.12.2025: 36,37 Euro). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf niedrige Kapitalmarktmultiplikatoren zurückzuführen, die die DBAG zur Bewertung ihrer Portfoliounternehmen heranzieht. Bereits im April haben sich die Multiplikatoren deutlich erholt. Das Konzernergebnis lag bei 
-20,5 Millionen Euro (Q1 2025: 9,2 Millionen Euro), maßgeblich getrieben durch bewertungsbedingte Effekte. Das EBITA der Fondsberatung entwickelte sich planmäßig und betrug 3,1 Millionen Euro (Q1 2025: 3,8 Millionen Euro).

Healthcare im Fokus: DBAG investiert in Hipp Technology Group 
Mit der vereinbarten Beteiligung an der Hipp Technology Group baut die DBAG ihren Anteil im strukturell bedingt wachstumsstarken Healthcare-Sektor aus. Die Hipp Technology Group ist ein führender Entwicklungs- und Fertigungspartner der Medizintechnik mit einem prognostizierten Umsatz von rund 95 Millionen Euro für 2026. Der von der DBAG beratene DBAG Fund VIII wird im Rahmen eines Management-Buyouts die Mehrheit an dem Unternehmen erwerben; der Vollzug wird im zweiten Quartal 2026 erwartet. Das Unternehmen profitiert von langfristigen Wachstumstreibern wie dem demografischen Wandel, steigendem OEM-Outsourcing und zunehmender regulatorischer Komplexität. Die Transaktion wurde über das proprietäre Netzwerk der DBAG vor einem strukturierten Auktionsprozess vereinbart.

Exits stärken Feuerkraft für neue Investitionen
Im Berichtsquartal wurden die Veräußerungen von duagon (vollzogen im Januar 2026) und Kraft & Bauer (vereinbart und vollzogen im März 2026) erfolgreich abgeschlossen. Mit Kraft & Bauer veräußert die DBAG nach mehr als sieben Jahren ein Industrieunternehmen, das sie vom Nischenanbieter zum technologisch und international aufgestellten Marktführer bei Brandschutzsystemen für Werkzeugmaschinen entwickelt hat. Die DBAG ist zuversichtlich, in den nächsten Monaten über weitere erfolgreiche Exits berichten zu können.

„Wir haben die Dynamik unserer Portfolioentwicklung in den vergangenen Monaten nochmals deutlich gesteigert“, sagt Tom Alzin, Sprecher des Vorstands der Deutschen Beteiligungs AG. „Wir veräußern Unternehmen, wenn die Marktbedingungen stimmen, und investieren neu, wo wir strukturelles Wachstum sehen. Das stärkt unsere Liquidität und gibt uns die Flexibilität, auch in einem anspruchsvollen Marktumfeld entschlossen zu handeln.“

Diversifiziertes Portfolio
Ein breit diversifiziertes Portfolio ist einer der Grundpfeiler der Investitionsstrategie der DBAG, und dies gilt über alle Anlagestrategien hinweg. Die DBAG verfolgt die makroökonomischen Entwicklungen, darunter steigende Handelszölle, temporäre Lieferkettenunterbrechungen und geopolitische Spannungen, eng, und berücksichtigt diese in ihrer Risikoeinschätzung. Vor diesem Hintergrund bestätigt der Vorstand die Prognose für das Geschäftsjahr 2026.

Aktionärsorientierte Ausschüttungspolitik wird konsequent fortgesetzt 
Die DBAG setzt ihre aktionärsorientierte Ausschüttungspolitik konsequent fort: Das im März 2025 gestartete Aktienrückkaufprogramm mit einem Gesamtvolumen von bis zu 20 Millionen Euro wurde bis zum 31. Juli 2026 verlängert. Da die DBAG-Aktie mit einem Abschlag zum NAV gehandelt wird, erhöht jeder Rückkauf den NAV je Aktie der verbleibenden Aktionäre. Hinzu kommt ein steuerlicher Vorteil: Im Gegensatz zur Dividende, die der Kapitalertragsteuer unterliegt, führt der Rückkauf zu einer steuerneutralen Wertsteigerung, mit allenfalls deutlich nachgelagerter Besteuerung. Darüber hinaus schlägt der Vorstand der Hauptversammlung am 2. Juni 2026 eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie vor.