Deutsche Beteiligungs AG investiert in Cloudflight

Deutsche Beteiligungs AG investiert in Cloudflight

  • Ganzheitliches Dienstleistungs-Portfolio zur Digitalisierung: Beratung, Software-Entwicklung und Cloud-Betrieb
  • Siebentes Management-Buy-out des DBAG Fund VII, Rückbeteiligung der Gründer
  • Beschleunigung des Wachstums eines innovativen IT-Service-Providers im Bereich der digitalen Transformation

Frankfurt am Main, 2. Mai 2019. Die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) investiert in Cloudflight, ein IT-Dienstleistungsunternehmen mit Fokus auf Digitalisierung und Cloud-Transformation. Dazu wird sich der von der DBAG beratene DBAG Fund VII im Rahmen eines Management-Buy-outs (MBO) jeweils mehrheitlich an der österreichischen Catalysts GmbH und der Crisp Research AG beteiligen. Beide Unternehmen bilden künftig Cloudflight, eine Unternehmensgruppe, die Mittelständler, Behörden und Konzerne bei der Umsetzung und Beschleunigung ihrer digitalen Transformation unterstützen wird. Bisherige Anteilseigner sind die jeweiligen Gründer der Unternehmen, die maßgeblich beteiligt bleiben. Die DBAG wird für ihre Co-Investition rund acht Millionen Euro aus ihrer Bilanz investieren; auf sie entfallen künftig durchgerechnet rund zwölf Prozent der Anteile an der künftigen Cloudflight Holding GmbH. Weitere Unternehmenszukäufe im Rahmen einer Wachstumsstrategie sind geplant. Der Vollzug des Kaufvertrags steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden und ist für Juni 2019 vorgesehen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Der DBAG Fund VII investiert seit Dezember 2016 in mittelständische Unternehmen, vorwiegend im deutschsprachigen Raum. Mit der jüngsten Transaktion sind rund 60 Prozent der Investitionszusagen für den Fonds in sieben Portfoliounternehmen gebunden. Wiederum strukturiert die DBAG ein MBO, durch das Gründer ihre Unternehmen mit Begleitung durch einen Finanzinvestor entscheidend weiterentwickeln wollen.

Die künftige Cloudflight Holding GmbH (www.cloudflight.io) versteht sich als eine neue Art von digitalem Dienstleister: Das Unternehmen will Mittelständler, Konzerne und öffentliche Auftraggeber bei der Umsetzung und Beschleunigung der digitalen Transformation unterstützen. Dabei geht es zum Beispiel um die Verarbeitung großer Datenmengen, wie sie etwa bei der Auswertung von Satellitendaten zur Kartierung unwegsamer Gelände anfallen. Ein anderer Anwendungsfall ist das automatisierte Erfassen von Rechnungen, wie es zum Beispiel bei privaten Krankenversicherungen erforderlich ist. Auch der Einsatz von mehr als 10.000 Gepäckwagen auf einem Flughafen geschieht mit Software-Unterstützung effizienter.

Aus dem Software-Spezialisten Catalysts (www.catalysts.cc) und dem auf Cloud Computing spezialisierten IT-Research- und Beratungsunternehmen Crisp Research (www.crisp-research.com) entsteht mit der Transaktion in einem fragmentierten Markt ein Digital- und Cloud Service-Anbieter mit besonderem Profil. Cloudflight kann künftig mit rund 350 Software- und Cloud-Experten Kunden von der strategischen Digital-Beratung, dem Plattform- und Architektur-Design, über die Software-Entwicklung bis hin zum Rund-um-die-Uhr-Cloud-Betrieb ganzheitlich begleiten.

Die Catalysts GmbH bringt ihre Software-Entwicklungskompetenz in die Gruppe ein, während die Crisp Research AG mit einem Team erfahrener Digitalstrategen und Cloud-Architekten die technologieunabhängige Beratung der Kunden übernimmt. Beide Unternehmen verfügen in ihrem jeweiligen Geschäftsfeld über langjährige Kundenbeziehungen sowie eine hohe Expertise in den digitalen Trend-Themen wie Cloud Computing, Internet der Dinge und künstliche Intelligenz. Catalysts mit Sitz in Linz/Österreich verfügt über weitere Niederlassungen in Österreich, Deutschland und Rumänien. Crisp Research hat seinen Sitz in Kassel. Beide Unternehmen sind in den vergangenen Jahren stark gewachsen, Catalysts etwa mit einer Rate von mehr als 30 Prozent jährlich.

Die Beteiligung an Cloudflight ist nach dem MBO der FLS GmbH, einem Anbieter von Software zur Echtzeitplanung von Terminen und Touren im Bereich Service und Logistik, im vergangenen September die zweite Beteiligung der DBAG an einem digitalen Geschäftsmodell. „Unser Erfolg der vergangenen 15 Jahre hat zu einem höheren Volumen der von uns beratenen Fonds geführt, ohne dass der Markt für Unternehmensbeteiligungen entsprechend mitgewachsen ist“, erläuterte Torsten Grede, Sprecher des Vorstands der DBAG, die Erweiterung der Investitionsstrategie; „Deshalb beschäftigen wir uns seit einiger Zeit gezielt auch mit Geschäftsmodellen außerhalb der Industrie.“ Und weiter: „Etablierte Software- und IT-Dienstleistungs-Unternehmen bieten erhebliche Wachstums- und Wertsteigerungschancen.“ Mit Blick auf Cloudflight sagte Grede: „Überzeugt haben uns vor allem die unternehmerische Vision des Teams und die starke Wachstumsdynamik im Marktumfeld von Cloudflight.“

Thomas Stoek wird Cloudflight künftig als Group-CEO führen: „Mit Cloudflight unterstützen wir Kunden nicht nur bei den technologisch anspruchsvollsten Aufgaben der Digitalisierung, wie dem Aufbau und Betrieb digitaler Plattformen und der Cloud-Transformation der bestehenden Unternehmens-IT. Eine Partnerschaft mit Cloudflight bedeutet für Kunden auch einen kulturellen Wandel in Richtung Agilität und Automation – zwei der entscheidenden Erfolgsfaktoren in einer digitalen Wirtschaft“, so Stoek, der sich ebenfalls beteiligen und seine unternehmerische Erfahrung in der Informationstechnologie in die Entwicklung des neuen Portfoliounternehmens einbringen wird.

Für Christian Federspiel, einen der beiden Mitgründer und geschäftsführenden Gesellschafter der Catalysts, bieten der Zusammenschluss und die Kapitalzufuhr im Zuge der Transaktion vor allem Chancen für Kunden und Mitarbeiter: „Wir können nun eine europäische Wachstumsstrategie verfolgen, die unseren Kunden ein ganzheitliches Leistungsportfolio und unseren Software-Entwicklern spannende Aufgabenfelder und attraktive Standorte bietet.” Cloudflight soll sich auch durch strategische Akquisitionen weiterentwickeln und verstärken. Dr. Carlo Velten, Crisp Research-Vorstandsvorsitzender, sieht vor allem einen Wandel auf Kundenseite, den Cloudflight aufgreift: „Die digitale Transformation ist in vielen Unternehmen aus der ‘Trial and Error‘-Phase heraus – die Entwicklung und der globale Cloud-Betrieb der neuen digitalen Plattformen sind kein Nischenthema mehr, sondern mittlerweile geschäftskritisch.“