DEEN

ENTWICKLUNG UNTER BETEILIGUNG DER DBAG

2006

670

Mio. €

2009

885

Mio. €

Jahresumsatz von 670 Mio. € 2006 auf 885 Mio. € 2009 gesteigert

Internationalisierung durch Expansion in Zentral- und Osteuropa

Fokussierung auf das Kerngeschäft und Umsetzung einer marktorientierten Gruppen- und Führungsstruktur

MCE AG: KONSEQUENTE FOKUSSIERUNG ERMÖGLICHT ERFOLGREICHES WACHSTUM

Brücken müssen tonnenschwere Lasten tragen. Qualität und Sicherheit sind deshalb im Brückenbau von essenzieller Bedeutung. Gleichzeitig muss die Infrastrukturplanung die Nachhaltigkeit von Bauwerken und deren Integration in die umgebende Landschaft berücksichtigen – dabei sind ganzheitliche Lösungen gefragt. Viele Brücken rund um den Globus stammen aus der Feder der erfahrenen Ingenieure und Fertigungsspezialisten der MCE GmbH. Das Unternehmen aus dem österreichischen Linz ist gleichzeitig aber auch Lieferant anderer komplexer Stahlbauten und Stahlbauanlagen für Industrie und Infrastruktur.

AUSGANGSLAGE

MCE war bereits vor der Beteiligung der DBAG ein führender, herstellerunabhängiger Dienstleistungskonzern für die Planung, Errichtung und den Service von Systemen und Komponenten für die Prozessindustrie in Mitteleuropa. Der Industriedienstleister war in vier Geschäftsbereichen tätig: in der Montage und Wartung von Chemieanlagen und Kraftwerken, der Gebäudetechnik, im Stahl- und Maschinenbau sowie im Personalservice. Damit agierte MCE in unterschiedlichen Kernbranchen und verfügte über eine breite Kundenbasis – ein interessantes Unternehmen mit Potenzial, an dem sich die DBAG an der Seite des DBAG Fund V in zwei Schritten beteiligte. Im April 2007 erwarben die DBAG und der von ihr verwaltete Fonds zunächst die Mehrheit der Anteile an MCE, im Oktober 2008 dann auch die Anteile des bisherigen Mitgesellschafters (Andlinger & Company-Gruppe).

HERAUSFORDERUNG

Die größten Wachstumschancen bestanden für MCE im anhaltenden Trend zum Outsourcing technischer Dienstleistungen und im hohen Investitionsbedarf in der Kraftwerkindustrie. Um diese Potenziale ausschöpfen zu können, musste das Unternehmen zunächst sein Angebot an den Markt neu ausrichten. Im Mittelpunkt stand dabei die konsequente Fokussierung auf das Geschäft mit Industriedienstleistungen. Gleichzeitig galt es, durch eine Expansion in Zentral- und Osteuropa neue, wachsende Märkte zu erschließen.

MASSNAHMEN

Bereits im Dezember 2006 hatte MCE eine Tochtergesellschaft in der Ukraine gegründet. Die lokale Präsenz sollte nun im Rahmen der angestrebten Expansion nach Zentraleuropa auch der Markterschließung in den Bereichen Stahl- und Maschinenbau dienen. Durch den Erwerb einer Gesellschaft aus dem Clariant-Konzern wurde zudem die Marktposition im Bereich Industrieservices weiter gestärkt. Signifikante Investitionen in neue Ausrüstung verbreiterten das Leistungsspektrum insbesondere im Segment Energieerzeugung und -verteilung.

Die konsequente Ausrichtung von MCE auf das zukunftsträchtige Kerngeschäft mit Industriedienstleistungen wurde auch durch die Veräußerung anderer Unternehmensbereiche vorangetrieben. So wurde der 50-prozentige Geschäftsanteil an der AIS Advanced Information Systems-Gruppe an einen Finanzinvestor verkauft. Im Juli 2008 veräußerte MCE den Unternehmensbereich Gebäudetechnik an die finnische YIT-Gruppe. Die Fokussierung auf die Kerngeschäfte trug rasch Früchte: 2009 erzielte die MCE-Gruppe einen Umsatz von 885 Millionen Euro. 2006 waren es noch 670 Millionen Euro gewesen. Auch Ergebnis und Marge verbesserten sich im Zeitraum der Beteiligung der DBAG deutlich. Zum Jahresende 2008 beschäftigte die MCE AG mehr als 6.500 Mitarbeiter, davon rund 3.900 in Österreich und 1.650 in Deutschland.

NEUE PERSPEKTIVEN

Im Herbst 2009 veräußerte die DBAG ihre Beteiligung an MCE an die Bilfinger Berger AG. Damit realisierte die DBAG die Wertsteigerung, die das Unternehmen dank seiner positiven Entwicklung während der knapp dreijährigen Beteiligung erfahren hatte. „Die sehr erfolgreiche Veräußerung an einen strategischen Investor in einem schwierigen Umfeld für nahezu jede Art von M-&-A-Transaktionen zeigt, dass die Deutsche Beteiligungs AG in sehr gut aufgestellte Portfoliounternehmen investiert“, sagte Wilken von Hodenberg, damaliger Sprecher des Vorstands der Deutschen Beteiligungs AG, anlässlich der Transaktion.

Unter dem neuen Eigentümer eröffneten sich MCE neue Chancen und Perspektiven: Der international agierende Bilfinger Berger-Konzern bot dem Unternehmen die Möglichkeit, seine Marktposition und Kundenbasis weiter auszubauen.

MCE AG IM PROFIL

Die MCE GmbH ist Lieferant von komplexen Stahlbauten und Stahlbauanlagen für Industrie und Infrastruktur. Das Unternehmen setzt für seine Kunden Bauvorhaben schlüsselfertig um. Dabei kann es sich unter anderem um Projekte in der Luft- und Raumfahrt, Test- und Ausbildungssimulatoren, Sportstätten oder Stahlhoch- und Stahlverbundbauten handeln. Im Stahlbrückenbau ist MCE eine der ersten Adressen. Seit April 2016 gehört die MCE GmbH zur HABAU GROUP, einem internationalen Komplettanbieter in den Bereichen Hochbau, Tiefbau, Fertigteilbau, Pipelinebau, Untertagebau sowie Stahl- und Anlagenbau.

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