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DBAG veräußert Beteiligung an Formel D


Frankfurt am Main,12
. Mai 2017. Die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) schließt ihre Beteiligung an der Formel D GmbH (Formel D) sehr erfolgreich ab: Sie veräußert ihre Anteile an 3i Group plc, eine Investmentgesellschaft mit zwei Geschäftsbereichen, Private Equity und Infrastruktur, die sich auf Investments in den Kernmärkten Nordeuropa und Nordamerika fokussiert. Auch der von der DBAG verwaltete DBAG Fund V und das Formel D-Management veräußern ihre Anteile. Entsprechende Verträge wurden heute unterzeichnet; ihr Vollzug steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden. Es wird erwartet, dass die Transaktion innerhalb der kommenden drei Monate abgeschlossen werden kann. Über den Kaufpreis haben die Vertragsparteien Stillschweigen vereinbart.

Die DBAG und der DBAG Fund V hatten Formel D vor vier Jahren von den Gründungsgesellschaftern erworben und durch ein Management-Buy-out (MBO) die Familiennachfolge geregelt. Der auf die DBAG entfallende Teil des jetzt vereinbarten Veräußerungserlöses übersteigt den Wertansatz der Beteiligung im IFRS-Abschluss der DBAG zum 31. März 2017. Die Veräußerung führt deshalb im dritten Quartal 2016/2017, das am 30. Juni 2017 endet, zu einem Ergebnisbeitrag von rund zehn Millionen Euro. Dieser Ergebnisbeitrag ist in der am vergangenen Dienstag veröffentlichten Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2016/2017 nicht berücksichtigt gewesen.

Formel D (www.formeld.com) stellt als Dienstleister für Fahrzeughersteller und -zulieferer die Qualität ihrer Produkte und Prozesse sicher. Und zwar weltweit und entlang der kompletten Wertschöpfungskette, also von der Entwicklung eines Fahrzeugs über dessen Fertigung bis zum Kundendienst. Damit zum Beispiel der Produktionsprozess permanent mit einwandfreien Teilen versorgt werden kann, müssen zuvor Lieferanten getestet und geprüft werden. Mitarbeiter des Unternehmens führen Prüfungen und Nacharbeiten an Bauteilen und Fahrzeugen durch und sind der globale Partner, wenn es um kurzfristig notwendige Um- oder Nachrüstungen von Fahrzeugen geht. Formel D unterstützt Fahrzeughersteller zum Produktions- und Verkaufsstart, indem es etwa Produktionsanläufe weltweit unterstützt, Fahrzeuge testet oder technische Dokumentationen wie Reparaturanleitungen erstellt.

Ziel zu Beteiligungsbeginn war es, das Geschäft mit neuen Kunden auszuweiten. Außerdem sollten zusätzliche Dienstleistungen entwickelt und am Markt etabliert werden. Die Internationalisierung des Unternehmens sollte weiter vorangetrieben werden. Diese strategischen Ziele wurden erreicht. Voraussetzung hierfür war, die Familiennachfolge erfolgreich zu vollziehen und das Management zu stärken. Um die Unternehmensgruppe auf das erreichbare Wachstum auszurichten, mussten zudem die Unternehmensorganisation ausgebaut und Prozesse neu definiert werden. Zwei Zahlen dokumentieren den Erfolg: So stieg der Umsatz zwischen 2013 und 2016 um mehr als 20 Prozent jährlich auf 250 Millionen Euro; die Zahl der Beschäftigen beträgt mit knapp 7.200 (davon 2.500 in Deutschland) inzwischen nahezu das Dreifache des Wertes zu Beteiligungsbeginn.

„Das Formel D-Management hat in den vergangenen vier Jahren sehr erfolgreich die prozessualen und organisatorischen Veränderungen vorangetrieben, die das starke Wachstum erst ermöglicht haben“, hob Dr. Rolf Scheffels, Vorstandsmitglied der DBAG heute hervor. Und: „Formel D zeigt beispielhaft, welchen Beitrag ein Finanzinvestor mit entsprechender Branchenerfahrung im Zuge einer Familiennachfolge leisten kann. Wir haben Rahmenbedingungen geschaffen, damit sich das Unternehmen erfolgreich weiterentwickelt und seine Marktchancen mit maximaler Konsequenz verfolgt.“

„Formel D hat in den vergangenen vier Jahren einen beeindruckenden Wandel hinter sich“, sagte Claus Niedworok, Geschäftsführer der Formel D GmbH, „und wir haben beste Voraussetzungen, auch in den kommenden Jahren zu wachsen und unsere Wettbewerbsposition auszubauen.“

Der Abschluss der Beteiligung an Formel D ist die dritte Veräußerung eines Unternehmens aus dem Portfolio des DBAG Fund V innerhalb der vergangenen drei Monate. Zuvor waren die Beteiligungen an der französischen FDG-Gruppe und an der Romaco Group veräußert worden. Der Fonds hatte zwischen 2007 und 2013 in elf Unternehmen investiert.

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