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Deutsche Beteiligungs AG investiert in europäische Unternehmensgruppe für Convenience Food

Frankfurt am Main, 5. April 2017. Die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) etabliert durch zwei parallel erfolgende Akquisitionen einen europäischen Marktführer für gekühlte Convenience-Produkte, insbesondere frische Fertiggerichte und Snacks. Dazu erwirbt der DBAG Fund VII über eine Management-Holding die Anteile der Abbelen GmbH (Abbelen) und der Oscar Mayer Limited (Oscar Mayer).

Abbelen ist der größte Hersteller gekühlter Frikadellen und Fertig-Hamburger in Deutschland; die Produkte werden überwiegend unter den Handelsmarken der Lebensmittelketten angeboten. Oscar Mayer ist ein in Großbritannien führender Hersteller von Fertiggerichten und Snacks für große Lebensmittelketten und Discounter. Die beiden Unternehmen werden eigenständig weitergeführt, künftig aber unter dem Dach einer gemeinsamen Management-Holding aktiv sein. Ziel ist es, die Produktpalette der Unternehmen auszubauen und die Vertriebsaktivitäten der Gruppe stärker zu internationalisieren. Hierzu sollen auch weitere Unternehmenszukäufe beitragen. Umgesetzt wird dieses Konzept von Helmut Morent und Francois Legrain, zwei Managern mit langjähriger internationaler Führungserfahrung in dem Segment. Mit ihnen hat die DBAG Trends und potenzielle Akquisitionsziele in diesem Wachstumsmarkt umfassend analysiert und die beiden ersten Transaktionen angebahnt. Die DBAG berät den DBAG Fund VII und ist Co-Investor des Fonds.

Abbelen und Oscar Mayer sind bisher familiengeführt. So wird mit dem Management-Buy-out auch die Familiennachfolge in den Unternehmen geregelt. Der DBAG Fund VII wird rund 90 Prozent der Anteile der Management-Holding übernehmen; die übrigen Anteile werden die beiden Manager der Holding und Führungskräfte der Gruppen-Unternehmen halten.

Die Management-Holding strebt an, weitere Unternehmen hinzuzukaufen, die das Angebot ergänzen und deren Produkte sich ebenfalls in mehreren Ländern vermarkten lassen. Geplant ist eine Steigerung des Gruppenumsatzes auf deutlich mehr als 500 Millionen Euro. Zur Finanzierung der Transaktion wird deshalb auch der Top-up Fund des DBAG Fund VII genutzt, der Eigenkapitalbeteiligungen von bis zu 200 Millionen Euro für eine einzelne Transaktion ermöglicht. Zunächst sind für die beiden ersten Beteiligungen der Management-Holding rund 80 Millionen Euro Eigenkapital vorgesehen. Auf die DBAG werden davon rund 15 Millionen Euro entfallen; sie wird künftig rund 16 Prozent der Anteile der Unternehmensgruppe halten.

Abbelen (www.abbelen.de) ist mit einem Umsatz von 140 Millionen Euro der größte Eigenmarken-Hersteller von Frikadellen und Fertig-Hamburgern in Deutschland. Das Unternehmen produziert mit rund 600 Mitarbeitern in einer hochmodernen Fabrik in Tönisvorst (Nordrhein-Westfalen) und beliefert alle großen Supermarkt- und Discounter-Ketten in Deutschland und den angrenzenden Ländern. Die Hauptwettbewerber sind entweder deutlich kleiner oder weniger fokussiert auf das Private-Label-Segment als Abbelen. So stammen mehr als die Hälfte aller in Deutschland für die Eigenmarken der Supermarkt- und Discounter-Ketten produzierten Frikadellen oder Hamburger von Abbelen. „Wir waren in den vergangenen Jahren in Deutschland mit unseren Produkten sehr erfolgreich – eine stärkere Internationalisierung ist jetzt der richtige nächste Schritt für das Unternehmen“, sagte Klaus Abbelen, der mit der Transaktion die Führung in dem Familienunternehmen abgibt.

Oscar Mayer (www.oscarmayer.co.uk) ist der marktführende Hersteller gekühlter Fertiggerichte in Großbritannien, dem für diese Produkte mit Abstand bedeutendsten und innovativsten Markt in Europa. Das Unternehmen verfügt über vier Standorte in England und Wales. Mit rund 2.650 Mitarbeitern produziert es pro Woche mehr als drei Millionen gekühlte Fertiggerichte und Snacks. Die Produkte von Oscar Mayer werden unter den Eigenmarken führender Einzelhändler und Discounter wie Sainsbury’s, Morrisons und Aldi in Großbritannien vertrieben. Im Geschäftsjahr 2015/2016 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 253 Millionen Pfund (293 Millionen Euro – umgerechnet nach aktuellem Kurs). „Mit der DBAG haben wir den richtigen Partner gefunden, um Oscar Mayer gemeinsam mit dem Management erfolgversprechend weiterzuentwickeln“, äußerte John Bigwood, dessen Familie ihre Anteile jetzt veräußert.

„Wir halten es für einen sehr attraktiven unternehmerischen Ansatz, mit führenden nationalen Anbietern frischer Convenience-Food-Produkte einen europäischen Marktführer zu schaffen“, sagte Dr. Rolf Scheffels, Mitglied des DBAG-Vorstands. Und weiter: „Der Markt für Fertiggerichte und Snacks ist kaum zyklisch und wächst beständig mit hohen Raten, gerade Handelsmarken profitieren überproportional. Wir investieren also in ein besonders attraktives Segment des Lebensmittelmarktes.“ Neben diesem Marktwachstum sollen neue, innovative Produkte und eine stärkere Internationalisierung der bisher im Wesentlichen auf die jeweiligen Heimatmärkte fokussierten Aktivitäten zu einer überdurchschnittlichen Entwicklung beitragen.

Über die Kaufpreise haben die Vertragsparteien jeweils Stillschweigen vereinbart. Die Wirksamkeit der Verträge steht noch unter Vollzugsvoraussetzungen, unter anderem dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden.

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