Zur mobilen Seite wechseln
Teaser
Firmenlogo der Deutschen Beteiligungs AG
 

Deutsche Beteiligungs AG investiert in Gießereigruppe


Frankfurt am Main, 14. Juli 2015.
Die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) investiert an der Seite des von ihr beratenen DBAG Fund VI in die Silbitz Group GmbH, einen Verbund aus drei Gießereien mit einem breiten Produktportfolio. Ein am Montag geschlossener Vertrag sieht vor, dass DBAG und Fonds das Unternehmen komplett übernehmen; das Management soll im Rahmen eines Management-Buy-outs (MBO) beteiligt werden. Verkäufer ist die mittelständische Industriegruppe VTC Industrieholding GmbH & Co. KG. Der Vollzug des Vertrages steht noch unter Kartellvorbehalt.

Die Silbitz-Gruppe (www.silbitz-group.com) betreibt drei Gießereien, die 2014 rund 130 Millionen Euro Umsatz erzielten. Die Gießereien haben ein jeweils unterschiedliches Produktionsprogramm: Am Hauptsitz in Silbitz (Thüringen) sind rund 450 Mitarbeiter beschäftigt. Dort können im Handformguss und im automatisierten Maschinenformguss unterschiedliche Werkstoffe auf Stahl- und Eisenbasis gegossen werden; das verschafft dem Unternehmen eine hohe Flexibilität, um auf Veränderungen seiner Abnehmermärkte reagieren zu können. In Zeitz (Sachsen-Anhalt) gießen knapp 180 Mitarbeiter überwiegend Produkte für Windkraftanlagen. Rotornaben und Maschinenträger können derzeit ein Gewicht von bis zu 30 Tonnen erreichen. Damit partizipiert das Unternehmen an der Energiewende und der damit verbundenen anhaltend hohen Investitionsbereitschaft in Windkraftanlagen. Auch am dritten Standort in Košice (Slowakei, 230 Mitarbeiter) können mit einem hohen Individualisierungsgrad unterschiedliche Werkstoffe in verschiedenen Verfahren gegossen werden.

Neben der Windenergietechnik finden Silbitz-Produkte unter anderem auch in der Antriebstechnik (Planetenträger, Lagergehäuse) und in der Motorentechnik (Kolben, Zylinderdeckel für z. B. Schiffs- und Lokomotiv-Motoren) Anwendung. Zu den Kunden gehören die jeweils führenden Unternehmen in den einzelnen Branchen. Silbitz liefert vor allem in die DACH-Region und nach Skandinavien.

„Wir investieren in eine Gießereigruppe, die mit einem modernen Maschinenpark ausgerüstet ist, verschiedene Fertigungsverfahren beherrscht und die eine gute Ertragskraft hat“, stellte Torsten Grede, Sprecher des DBAG-Vorstands heute heraus, und: „Silbitz soll sich eigenständig weiterentwickeln; wir wollen das Management dabei unterstützen, den bestehenden Kunden mehr Produkte anzubieten.“

Zu den mit dem Management vereinbarten Maßnahmen gehören auch Investitionen in den Ausbau der Schmelzkapazitäten in Zeitz, um größere Gussteile herstellen zu können und um die regionale Präsenz zu stärken. „Mit der DBAG bekommen wir einen Beteiligungspartner, der über eine langjährige und breite Erfahrung in unserer Branche verfügt“, äußerte Dr. Torsten Tiefel, der Vorsitzende der Silbitz-Geschäftsführung, aus Anlass des Gesellschafterwechsels. „Das ist eine gute Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.“

Die DBAG wird für ihren Anteil an der Silbitz-Gruppe aus ihrer Bilanz zunächst rund neun Millionen Euro investieren und künftig rund 18 Prozent der Anteile halten.

Die Gießereigruppe ist das fünfte MBO, das die DBAG im laufenden Geschäftsjahr 2014/2015 strukturiert. Zuvor war an der Seite des DBAG Fund VI in die Infiana Group (Spezialfolien), die Pfaudler Process Solutions Group (emaillierte Großbehälter), die Gienanth GmbH (Eisengießerei) und die Cleanpart-Gruppe (Industriedienstleistung) investiert worden. Dafür hat die DBAG knapp 40 Millionen Euro aus ihrer Bilanz investiert. Weitere elf Millionen Euro wurden für Wachstumsfinanzierungen bereitgestellt. Die von der DBAG beratenen Fonds investierten weitere rund 185 Millionen Euro, so dass die DBAG in den vergangenen neun Monaten Investitionsentscheidungen über rund 280 Millionen Euro ausgelöst hat.

Pressemeldung als PDF [53KB]