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Deutsche Beteiligungs AG investiert in Multimon AG

Deutsche Beteiligungs AG investiert in Multimon AG

  • Beteiligung an führendem Anbieter von Brandschutzsystemen
  • Regelung der Nachfolge in einem Familienunternehmen
  • Gute Marktposition und hoher Umsatzanteil des Servicegeschäfts
  • Erstes MBO des DBAG Fund VIII

Frankfurt am Main, 14. August 2020. Die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) investiert in die Multimon AG (Multimon), einen führenden Anbieter von Brandschutzsystemen. Im Rahmen eines Management-Buy-outs (MBO) wird der von der DBAG beratene DBAG Fund VIII von dem Multimon-Gründer und weiteren Gesellschaftern die Mehrheit der Anteile erwerben. Die DBAG wird an der Seite des Fonds rund 8,1 Millionen Euro investieren; auf sie entfallen künftig rund 17 Prozent der Anteile. Daneben wird auch das Multimon-Management beteiligt bleiben. Der Vollzug des Kaufvertrags steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Mit der Beteiligung an Multimon strukturiert die DBAG erneut ein MBO, mit dem die Nachfolge in einem Familienunternehmen geregelt wird: Bei elf der 13 MBOs der vergangenen drei Jahre haben Unternehmensgründer oder Familiengesellschafter die DBAG als Partner gewählt, um den nächsten Schritt in der Unternehmensentwicklung einzuleiten.

Das Multimon-MBO ist die erste Transaktion des DBAG Fund VIII, dessen Investitionsperiode am 1. August 2020 begonnen hatte. Mit dem Start sind für die DBAG deutlich höhere Erträge aus der Fondsberatung verbunden. Wie die Vorgängerfonds soll auch dieser Fonds in mittelständische Unternehmen, vorwiegend im deutschsprachigen Raum, investieren. Der DBAG Fund VIII hat ein Volumen von 1,1 Milliarden Euro, davon entfallen 255 Millionen Euro auf die Co-Investitionsvereinbarung mit der DBAG.

Multimon (www.multimon.info) projektiert Brandschutzanlagen meist schlüsselfertig, liefert also von der Planung über die Installation bis zur Inbetriebnahme alles aus einer Hand. Die Anlagen werden überwiegend in Hochhäusern, Einkaufszentren, Lagerhallen, Produktionsstätten, Logistikzentren, Tiefgaragen oder in denkmal­ge­schütz­ten Gebäuden eingesetzt. Sie bestehen aus Brandmeldeanlagen und unter­schied­lichen Feuerlöscheinrichtungen, etwa Sprinkleranlagen sowie Systemen, bei denen Wassernebel, Gas oder Schaum zur Brand­be­kämpfung eingesetzt werden. Multimon gehört zu den Anbietern, die alle wesentlichen Systeme liefern können. Die Komponenten der Anlagen werden überwiegend nicht selbst produziert, sondern von anderen Herstellern bezogen. Das wesentliche Know-how liegt in der effizienten und regelkonformen Konzeptionierung, Installation und Wartung der Anlagen. Die Brandschutzauflagen steigen, bereits installierte Systeme müssen regelmäßig gewartet und gegebenenfalls nachgerüstet werden. Auf dieses wiederkehrende Servicegeschäft entfällt bereits rund ein Viertel der Gesamtleistung, die 2019 rund 93 Millionen Euro betragen hat.

Das Unternehmen mit Sitz in Kirchheim bei München wurde 1982 gegründet. Es unterhält sieben Standorte in Deutschland und acht weitere in osteuropäischen Ländern. Knapp 70 Prozent des Umsatzes wird in Deutschland erzielt, wichtiger Auslandsmarkt ist Polen mit weiteren 20 Prozent. Multimon beschäftigt rund 520 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

„Brandschutz ist ein attraktiver Markt, schon vor zwei Jahren haben wir uns mit Kraft & Bauer in diesem Geschäft engagiert und können unsere Erfahrung einbringen“, sagte Dr. Rolf Scheffels, Mitglied des DBAG-Vorstands, aus Anlass der Vertragsunterzeichnung vergangenen Freitag: „Uns gefallen Multimons gute Marktposition sowie die Aussicht auf attraktives organisches und auch anorganisches Wachstum. Mit zunehmender installierter Basis werden zudem die attraktiven Serviceumsätze weiter steigen.“

Der Vorsitzende der Multimon-Geschäftsführung, Edward Skube, sieht in der DBAG den richtigen Partner für die Weiterentwicklung des Unternehmens: „Unser Markt ist in Bewegung – mit der DBAG und dem DBAG Fund VIII können wir die Chancen wahrnehmen, die sich daraus ergeben“, so der Manager.