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Deutsche Beteiligungs AG erwirbt neu gegründeten Datacenter-Betreiber

  • Energieeffiziente und sichere Datacenter für Vielzahl von Kunden
  • Dritte Langfristige Beteiligung
  • Marktwachstum ermöglicht organische und anorganische Weiterentwicklung

Frankfurt am Main, 21. März 2022. Die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) investiert in zwei Datacenter in Hamburg: Sie erwirbt sowohl die akquinet Rechenzentrum „Leuchtturm“ GmbH & Co. KG, die in Hamburg bereits ein voll ausgelastetes Datacenter besitzt, als auch die akquinet cubit GmbH, die dort ein weiteres, hochleistungsfähiges modernes Datacenter errichten wird. Verkäufer sind drei Privatpersonen bzw. die akquinet AG (Hamburg). Die beiden Datenzentren werden unter dem Dach einer neu gegründeten Gesellschaft unter gemeinsamer Führung zusammengefasst und bilden die Basis für einen neuen Datacenter-Betreiber, der im gesamten DACH-Raum durch organisches Wachstum und Akquisitionen wachsen soll. Die DBAG geht mit den beiden Datacentern eine Langfristige Beteiligung ein. Für den jeweils vollständigen Erwerb der beiden Gesellschaften ist eine Eigenkapitalinvestition von bis zu 23 Millionen Euro vorgesehen. Der Abschluss der Transaktion wird im zweiten Quartal erwartet. Darüber hinaus investiert die DBAG in die akquinet AG, einen deutschen Anbieter umfangreicher IT-Dienstleistungen. Die akquinet AG wird im Zuge eines Management-Buy-outs veräußert; dazu gibt es eine separate Pressemitteilung.

Langfristige Beteiligungen finanziert die DBAG ausschließlich aus ihrer Bilanz und investiert damit nicht an der Seite eines DBAG-Fonds; der Anlagehorizont einer Langfristigen Beteiligung geht über die Laufzeit eines Private-Equity-Fonds hinaus. Das neue Investment bildet die dritte Langfristige Beteiligung im Portfolio.

Die beiden Datacenter sind sogenannte Co-Location-Rechenzentren, die von mehreren Kunden genutzt werden, um die eigenen Server in einer geeigneten, sicheren Umgebung zu betreiben. Das bestehende Datacenter ist mit überwiegend langfristigen Mietverträgen voll ausgelastet. Eine gestiegene Nachfrage von Bestandskunden bildet die Basis für die erwartete Auslastung des neuen Datacenters ab 2023, für das bereits weitere Kunden gewonnen werden konnten. Es wird in der höchsten Sicherheitsstufe errichtet, wird also einem sehr hohen Schutzbedarf entsprechen und eine möglichst hohe Verfügbarkeit bieten. Energieeffizienz nimmt einen besonderen Stellenwert ein. Das bestehende Datacenter nutzt ausschließlich Strom aus regenerierbaren Quellen, mit der Abwärme der Server wird eine Sporthalle beheizt. Als erstes Co-Location-Datacenter ist es mit dem Umweltzeichen des Bundes­umwelt­amtes, dem „Blauen Engel“, ausgezeichnet worden. Sein Energiebedarf liegt rund ein Drittel unter dem Durchschnitt, für das in Entstehung befindliche Datacenter wird eine weitere Verbesserung angestrebt.

Aufgrund der Digitalisierung immer weiterer Wirtschafts- und Lebensbereiche steigt die Nachfrage nach Datacenter-Kapazität enorm – allein für den Zeitraum zwischen 2020 und 2025 wird eine Verdreifachung erwartet. Die Nachfrage wird auch von der regionalen Wirtschaftsstruktur bestimmt, denn für kritische Leistungen bevorzugen Kunden Rechenzentren in der Nähe. Hamburg gilt als attraktiver Markt – unter anderem wegen der wirtschaftlichen Ausrichtung der Stadt auf E-Commerce und Logistik. Darüber hinaus ist Hamburg einer der wichtigsten Medien- und IT-Standorte in Deutschland. Auf die beiden Datacenter mit einer Leistung von jeweils zwei Megawatt werden rund zehn Prozent des Marktes in Hamburg entfallen.

„Datacenter bieten mit ihren meist langfristigen Mietverträgen sehr gut planbare Erlöse“, erläutert DBAG-Vorstandsmitglied Tom Alzin die Transaktion; „aufgrund ihres Investitionsprofils eignen sie sich daher sehr gut als Langfristige Beteiligung.“ Und weiter: „Der wachsende Markt bietet Potenzial für organisches und anorganisches Wachstum, das wir mit der neuen Datacenter-Betreibergesellschaft nutzen wollen.“