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DBAG stärkt Präsenz mit eigenem Büro in Mailand

  • Giovanni Revoltella wird neuer Partner
  • Eigenkapital zur Wachstumsfinanzierung familiengeführter Unternehmen
  • Konzentration auf Unternehmen mit B2B-fokussierten Geschäftsmodellen

Frankfurt am Main – Mailand, 6. September 2021. Die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) eröffnet ein eigenes Büro in Mailand, um den italienischen Markt direkt bedienen zu können. Damit entwickelt sie ihre Investitionsstrategie entscheidend weiter. Ein Investmentteam der Tochtergesellschaft DBAG Italia s.r.l. (DBAG Italia) wird von Mailand aus Beteiligungsmöglichkeiten für DBAG-Fonds identifizieren, strukturieren und die Portfoliounternehmen in ihrer Weiterentwicklung unterstützen. Eine Direktinvestition in ein italienisches Unternehmen hat die DBAG erstmals im vergangenen Jahr getätigt; jüngst ist eine weitere größere Beteiligung an einem italienischen Unternehmen gestartet. Künftig sollen bis zu 25 Prozent des Volumens eines Fonds in Italien investiert werden. Gemessen am Volumen des DBAG Fund VIII, dem jüngsten der von der DBAG beratenen Private-Equity-Fonds, entspräche dies 300 Millionen Euro über die Dauer der Investitionsperiode des Fonds.

An der Spitze von DBAG Italia steht Giovanni Revoltella (Jahrgang 1978). Er bringt mehr als 15 Jahre Erfahrung mit Beteiligungen an mittelständischen Unternehmen in Italien und anderen Ländern Europas mit, die er bei Argan Capital in London und jüngst als Partner und Mitleiter für den Sektor Industrietechnologie bei der Schweizerischen Capvis sammeln konnte. Als Senior Advisor kann die DBAG weiterhin auf Antonio Corbani (Jahrgang 1960) zählen, der sie bei der Bewertung von Beteiligungsmöglichkeiten in Italien auch künftig mit seiner mehr als 25-jährigen Erfahrung in der Beteiligung an und der Entwicklung von italienischen Mittelständlern unterstützt. Sowohl Giovanni Revoltella als auch Antonio Corbani sind in der Führung von Unternehmen in Private-Equity-Portfolios überaus erfahren – auch über unterschiedliche Wertsteigerungsansätze (Wachstum, Internationalisierung, strategische Neuausrichtung, Restrukturierung) und Konjunkturzyklen hinweg.

„Mit seiner vielfältigen, traditionellen und erfolgreichen Industrie ist Italien ein attraktiver Markt. Wir freuen uns darauf, mehr als 50 Jahre Beteiligungserfahrung hier einzubringen“, sagt DBAG-Vorstandsmitglied
Tom Alzin. Italien ist die zweitgrößte Industrienation der Europäischen Union. Wie auch in Deutschland ist das verarbeitende Gewerbe das Rückgrat der Wirtschaft. Italien ist stark exportorientiert und mit Deutschland, dem wichtigsten Absatzmarkt, eng verbunden. Italienische Industrieunternehmen setzen bei vielen High-End-Anwendungen internationale Maßstäbe und die DBAG möchte hier weitere Unterstützung bieten. Der Maschinen- und Anlagenbau ist der wichtigste Exportsektor des Landes und gleichzeitig ein Kerngeschäftsfeld der DBAG, in dem sie in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Unternehmen erfolgreich entwickelt hat.

Die italienische Unternehmenslandschaft ist stark mittelständisch geprägt. Viele familiengeführte Unternehmen haben sich in Nischensegmenten auf den internationalen Märkten etablieren können. In jüngster Zeit zeigen diese Unternehmen verstärkt Interesse an neuen, außereuropäischen Märkten. Die Begleitung familiengeführter Unternehmen bei der Expansion in internationale Gefilde zählt zu den Kernkompetenzen der DBAG: Rund zwei Drittel der 32 Unternehmen im Portfolio wurden von den Unternehmensgründern oder aus Familienbesitz erworben. Auch innerhalb der Landesgrenzen bietet Italien attraktive Chancen zur Realisierung von Wachstumsstrategien wie Konsolidierungen und Buy-and-Build – und das in verschiedenen Sektoren, in denen die DBAG seit vielen Jahren sehr erfolgreich aktiv ist.

„Ausgewiesene Expertise in den Sektoren, die für den Markt relevant sind, langjährige Erfahrung mit mittelständischen Familienunternehmen und ein schlagkräftiges Netzwerk – das sind gute Voraussetzungen für unsere Strategie in Italien“, erklärte Giovanni Revoltella, Partner bei DBAG Italia. „Als börsennotiertes Unternehmen kann die DBAG auch mit einem längeren Anlagehorizont investieren, als das traditionellen Private-Equity-Häusern möglich ist. Dadurch können wir italienischen Unternehmen ein breiteres Spektrum von Eigenkapitalfinanzierungen bieten.“

Im September 2020 investierte die DBAG mit dem von ihr beratenen DBAG Fund VII in PM Plastic Materials s.r.l. (PM, Umsatz 2020: 104 Millionen Euro), den europäischen Spitzenreiter in der Herstellung konfektionierter Kabel und leerer Kabelschutzrohren aus Plastik, wie sie hauptsächlich für Elektroinstallationen eingesetzt werden. Die DBAG und der Fonds erwarben von der Gründerfamilie eine Mehrheitsbeteiligung. Da die Geschäftsführung von PM Plastic Materials ebenfalls wesentliche Anteile am Unternehmen hält, ist Kontinuität gewährleistet. Am 16. August gab die DBAG eine weitere Investition bekannt: Zusammen mit dem DBAG Fund VII beteiligt sie sich an der italienischen Itelyum (Umsatz 2020: 352 Millionen Euro), einem Marktführer in der Kreislaufwirtschaft, spezialisiert auf die Aufarbeitung komplexer gefährlicher Industrieabfälle.