KontaktKontakt

Beteiligungen für die Digitalisierung des Lebens und der Wirtschaft

Unternehmen aus stark wachsenden Sektoren dominieren im DBAG-Portfolio / Keine Abkehr von der Industrie

„Die Industrie im Depot“, titelte eine Tageszeitung im Juli 2013 und empfahl so die DBAG-Aktie. Die DBAG, ein Portfolio mittelständischer Industrieunternehmen, diese Wahrnehmung entsprach vor zehn Jahren den Tatsachen: 90 Prozent des Portfoliowerts entfielen seinerzeit auf Unternehmen mit Industriebezug – angeführt von Maschinen- und Anlagenbau, gefolgt von Automobilzulieferung und Industriedienstleistern. „Das ist mal ganz was anderes“, stellten Anlegermedien schon wenige Monate nach der erwähnten Überschrift fest, als die Beteiligung an einem Nachhilfe-Unternehmen bekannt wurde. Zuvor hatte die DBAG über zwei Beteiligungen an Unternehmen berichtet, die das Breitbandnetz ausbauen und schnelle Internet-Anschlüsse vermarkten wollen.

Inzwischen lösen Beteiligungen abseits der Industrie kein Erstaunen mehr aus. Heute ist das Portfolio der DBAG deutlich diversifizierter. Der Anteil der Beteiligungen an Industrie- und IndustryTech-Unternehmen am Portfoliowert hat sich seit 2013 halbiert. Zum jüngsten Stichtag (31. März 2022) ist das Tortenstück sogar etwas kleiner als jenes, das den Wert der Beteiligungen in der Breitband-Telekommunikation, in Healthcare oder in IT-Services und Software repräsentiert.

In den vergangenen Monaten hat sich der Anteil der Beteiligungen an IT-Service- und Softwareunternehmen mit zwei neuen Portfoliounternehmen aus diesem Sektor noch einmal erhöht. Unter den 39 Portfoliounternehmen sind mittlerweile sechs Beteiligungen, die von der Digitalisierung in allen Bereichen des Lebens und der Wirtschaft profitieren. Hinzu kommen vier Beteiligungen, die in der Breitband-Telekommunikation überhaupt erst die Grundlagen schaffen, damit die Digitalisierung voranschreiten kann.

Mit neuen Produkten in bekannten Sektoren
Die Diversifizierung des Portfolios bedeutet keineswegs eine Abkehr von den Sektoren, in denen sich die DBAG seit Jahrzehnten gut auskennt. Die Beteiligung an der in-tech GmbH zu Beginn dieses Jahres ist dafür ein typisches Beispiel.

in-tech bietet weltweit technologische und organisatorische Beratungs- und Engineering-Dienstleistungen an. Die Ingenieure und Software-Entwickler des Unternehmens entwickeln, testen und prüfen elektronische Komponenten für die Elektronik in Fahrzeugen sowie in Maschinen und in Transportsystemen. Der größte Teil des Umsatzes (90 Prozent) wird in der Automobil- und der Automobilzulieferindustrie erzielt – jenem Sektor, in dem die DBAG auf Erfahrungen aus zahlreichen Beteiligungen mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen und Wertschöpfungsstufen zurückgreifen kann. In der Vergangenheit ging es um Schiebedächer, Anbauteile aus Kunststoff oder um Kupplungen für Schaltgetriebe – jetzt um das, was man braucht, um die aktuellen Trends wie autonomes Fahren, vernetzte Fahrzeuge, Elektrifizierung und bedarfsgerechte Mobilität („Shared Mobility“) zu bedienen. Sie beschleunigen die Digitalisierung in der Fahrzeugindustrie mit zum Teil zweistelligen Wachstumsraten.

in-tech punktet bei seinen Automotive-Kunden mit Entwicklungsdienstleistungen in fünf Bereichen: Integration von Elektronik, Fahrerassistenzsysteme, Fahrdynamik, Lösungen für vernetze Fahrzeuge und Infotainment-Technologie sowie elektrisches Fahren. Dabei unterstützt das Unternehmen die Hersteller im gesamten Entwicklungsprozess neuer Systeme und übernimmt oft die Verantwortung für das Testmanagement ganzer Systemprototypen oder Fahrzeugserien. Eine anhaltend dynamische Nachfrage nach Hardware-, Software- und Testdienstleistungen ist zu erwarten.

Auch die Kundenliste von Cloudflight, seit drei Jahren im DBAG-Portfolio, weist eher in die Industrie: Maschinen- und Anlagenbau oder Transport, Logistik und Mobilität – aus diesen Branchen kommen die meisten Kunden. Auch öffentliche Verwaltungen und Institutionen lassen sich von Cloudflight unterstützen. Was Cloudflight seinen Kunden anbietet, ist dann allerdings oft nichts weniger als der Weg, mit dem das jeweilige Geschäftsmodell überhaupt in die Zukunft überführt werden kann. Das Unternehmen sieht sich als führenden Full-Service-Anbieter für die digitale Transformation der Industrie in der DACH-Region.

Aufgrund der Digitalisierung immer weiterer Wirtschafts- und Lebensbereiche steigt die Nachfrage nach Datacenter-Kapazität enorm – allein für den Zeitraum zwischen 2020 und 2025 wird eine Verdreifachung erwartet. Der Markt für die Beteiligung der DBAG an zwei Datacentern in Hamburg (Juni 2022) ist sehr attraktiv.

Diversifiziertes Portfolio vorteilhaft für Aktionäre
Für die DBAG und ihre Aktionäre zahlt sich die Verbreiterung des Portfolios aus. In den vergangenen zwei Jahren hat sich gezeigt, dass Sektoren wie Healthcare sowie IT-Services und Software deutlich robuster waren als andere. Das gilt für die Nachfrage nach deren Produkten – das hilft den Beteiligungen der DBAG direkt, und folgerichtig auch für die Entwicklung solcher Geschäftsmodelle am Kapitalmarkt – das stützt die Bewertung.

„IT-Services und Software sind nicht nur deshalb attraktiv, weil sie vom Trend zu Automatisierung und Digitalisierung profitieren und weil sie – wie auch der Gesundheitssektor – weniger konjunkturanfällig sind“, so Torsten Grede, Sprecher des Vorstands der Deutschen Beteiligungs AG (DBAG). „Außerdem haben sie selbst einen eher kleinen CO2-Footprint.“ Und sie tragen dazu bei, Emissionen zu vermeiden, wie etwa die Solvares Group, ein weiterer Software-Anbieter im DBAG-Portfolio. Mit Solvares-Produkten optimieren Flottenbetreiber die Routen ihrer Lieferwagen, Lastautos und Monteurfahrzeuge. Das vermindert den CO2-Footprint und liegt damit voll im Trend.

Die Verbreiterung des Portfolios und der hohe Anteil von Beteiligungen aus stark wachsenden Sektoren (vier der jüngsten zehn Investments betrafen IT-Service- und Softwareunternehmen) bedeuten allerdings nicht, dass die DBAG nicht auch künftig in technologieorientierte Industrieunternehmen investiert: „Grundsätzlich sehen wir für uns weiterhin gute Chancen für erfolgreiche Beteiligungen an solchen Unternehmen, vor allem dann, wenn sie mit ihren Produkten die Prozesse bei ihren Kunden schneller, einfacher und damit effektiver machen“, so Vorstandssprecher Grede.

freiheit.com – der Unternehmensname des Softwareunternehmens ist für Software Engineers, die dort arbeiten, Programm: „Unser Unternehmen ist ein Ort, an dem man selbst sein kann, an dem man hohe Ziele verfolgt, an dem man sich umeinander kümmert und an dem man ohne Grenzen wächst“, schreibt freiheit.com auf seiner Website.