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Beteiligung an Pfaudler-Gruppe durch Teilveräußerung von GMM Pfaudler teilweise realisiert

Beteiligung an Pfaudler-Gruppe durch Teilveräußerung von GMM Pfaudler teilweise realisiert

  • Wertsteigerung nach erfolgreicher strategischer Repositionierung seit 2015
  • Rund acht Millionen Euro Mittelzufluss nach erfolgreicher Umplatzierung von GMM-Aktien
  • Positiver Wertbeitrag für DBAG im Rahmen der Prognose für das aktuelle Geschäftsjahr

Frankfurt am Main, 24. September 2020. Der DBAG Fund VI und die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) haben ihre Beteiligung an der Pfaudler-Gruppe, einem Maschinenbauunternehmen für die Chemie- und Pharmaindustrie, teilweise abgeschlossen. An den vergangenen beiden Tagen wurden aus dem Bestand des DBAG Fund VI und der DBAG rund 16 Prozent der Aktien der GMM Pfaudler Ltd. umplatziert. GMM Pfaudler ist in Indien börsennotiert und hatte im August gemeinsam mit dem zweitgrößten GMM-Aktionär 80 Prozent des europäischen und amerikanischen Pfaudler-Kerngeschäfts erworben. Der DBAG Fund VI und die DBAG hielten bisher etwas mehr als 50 Prozent der GMM-Aktien. DBAG Fund VI und DBAG halten nach der Umplatzierung noch rund 34 Prozent der GMM-Aktien und bleiben größter GMM-Aktionär; auf die DBAG entfallen durchgerechnet rund sechs Prozent. DBAG Fund VI und DBAG sind darüberhinaus weiterhin mit 20 Prozent am europäischen und amerikanischen Pfaudler-Kerngeschäft beteiligt.

Diese Teilrealisierung löst einen positiven Wertbeitrag für das laufende vierte Quartal des Geschäftsjahres 2019/2020 (30. September) der DBAG aus; dieser Wertbeitrag liegt im Rahmen der bisherigen Erwartungen und verändert deshalb die am 6. August 2020 veröffentlichte Prognose nicht. Bei der Ermittlung des Wertbeitrages wurden Steuereffekte und Carried-Interest-Ansprüche berücksichtigt. Aus der Umplatzierung der Aktien werden der DBAG in den kommenden Wochen rund acht Millionen Euro zufließen.

Investitionen in das Produktangebot, die Modernisierung der Standorte und in das Servicegeschäft

DBAG und DBAG Fund VI hatten Pfaudler im Dezember 2014 von National Oilwell Varco, Inc., einem amerikanischen Unternehmen der Öl- und Gaszu­lieferindustrie, übernommen und anschließend ein MBO strukturiert. Beson­dere Herausforderung waren die strategische Repositionierung der Pfaudler-Gruppe durch eine Erweiterung des Produktangebots, den Abbau eines Investitionsstaus und die Modernisierung des Unternehmens insgesamt. Vier Unternehmenszu­käufe in den vergangenen Jahren mit einem Umsatzvolumen von rund 25 Millionen Euro haben zu einer breiteren technologischen Basis beigetragen.  Zudem wurden in Europa und in China mehrere Produktionsstandorte restrukturiert und mit einem Aufwand von sechs Millionen Dollar modernisiert: Sein mehr als 100 Jahre altes innerstädtisches Produktionsgelände in Schwetzingen (Baden-Württemberg) hat Pfaudler aufgegeben und eine moderne Produktion wenige Kilometer ent­fernt in Waghäusel aufgebaut. Außerdem wurde die Anzahl dezentraler Ser­vice-Standorte erhöht.

Nach der erfolgreichen strategischen Repositionierung in den vergangenen Jah­ren war mit der Neuordnung der Gruppenstruktur vor wenigen Wochen die Voraussetzung für die Realisierung von Synergien durch die globale Marktbearbeitung für Wachstum und eine weitere Verbesserung der Profitabilität geschaffen worden.

GMM Pfaudler spürt gegenwärtig Rückenwind vom Markt: Als führender Anbieter von Produktionssystemen vor allem für die Pharmaindustrie profitiert das Unternehmen von den erheblichen Investitionen der Pharmaindustrie in den Aufbau hochmoderner Produktionsanlagen in Europa, den USA sowie in China und vor allem auch in Indien. DBAG Fund VI und DBAG haben daran über ihre verbliebene Aktienbeteiligung an GMM Pfaudler teil.