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Ausnahmejahr für die DBAG

Nettovermögenswert der Private-Equity-Investments wächst um 40 Prozent
Ergebnis aus der Fondsberatung nahezu verdoppelt

Die Deutsche Beteiligungs (DBAG) erwartet nach dem Ausnahmejahr 2020/2021 eine Normalisierung, geht aber auch für das laufende und die beiden folgenden Geschäftsjahren von einem jährlichen Wachstum des Nettovermögenswertes ihrer Private-Equity-Investments zwischen zehn und 14 Prozent aus. Das Ergebnis aus der Fondsberatung, dass sich zuletzt um 90 Prozent erhöht hatte, wird sich entsprechend des Lebenszyklus der DBAG-Fonds voraussichtlich vorübergehend vermindern. Für das Konzernergebnis wird ein Wert über dem langjährigen Durchschnitt prognostiziert. Das geht aus der heute mit dem Konzern-Jahresfinanzbericht 2020/2021 veröffentlichten Mittelfristplanung der börsennotierten Private-Equity-Gesellschaft hervor.

Vorgesehen sind bis 2024 jährlich rund 115 Millionen Euro Investitionen in neue Unternehmensbeteiligungen. Gegenüber den zurückliegenden drei Geschäftsjahren bedeutet das einen Zuwachs um rund 50 Prozent. „Wir können das Wachstum gut finanzieren“, so DBAG-Finanzvorstand Susanne Zeidler: „2020 hatten wir den DBAG Fund VIII eingeworben, 2021 konnten wir unsere Kapitalbasis durch die Ausweitung von Kreditlinien, vor allem aber durch eine Kapitalerhöhung erheblich ausweiten.“ Hinzu kommen die Rückflüsse aus den jüngsten erfolgreichen Veräußerungen.

Bisher unerreichte Höchstwerte in beiden Segmenten
Mit einem Zuwachs des Nettovermögenswertes der Private-Equity-Investments um 40 Prozent, einem Ergebnis aus der Fondsberatung von 18,0 Millionen Euro und einem Konzernergebnis von 185,1 Millionen Euro ist das Geschäftsjahr 2020/2021 das erfolgreichste seit Einführung der IFRS-Bilanzierung vor fast zwei Jahrzehnten. Einen wesentlichen Beitrag leisteten Unternehmensveräußerungen, die höhere Erlöse lieferten als zunächst erwartet. Auch der Wert der übrigen 32 Unternehmensbeteiligungen im DBAG-Portfolio ist insgesamt gestiegen. So gab es Rückenwind vom Kapitalmarkt in Form überwiegend höherer Ergebnismultiplikatoren börsennotierter Vergleichsunternehmen in den Wachstumssektoren. „Für uns aber noch wichtiger: Die Portfoliounternehmen setzen ihre Strategien zielstrebig um und stärken ihre Marktpositionierung, 2021 insbesondere durch Unternehmenszukäufe“, so DBAG-Vorstandssprecher Torsten Grede; „es zahlt sich aus, dass wir unseren Investitionsfokus erweitert haben – vor allem Unternehmen aus den Wachstumssektoren entwickeln sich operativ besser, während das Industrieportfolio noch Nachholpotenzial bietet.“

In der Fondsberatung, dem zweiten Geschäftsfeld neben den Private-Equity-Investments, erntet die DBAG jetzt die Früchte aus dem Jahr 2020. Das Ergebnis aus der Fondsberatung ist mit 18,0 Millionen Euro nahezu doppelt so hoch ausgefallen wie zuvor. Grundlage waren die höheren Erträge aus dem Fondsgeschäft: Die DBAG konnte Erträge aus dem neuen Fonds DBAG Fund VIII erstmals für ein volles Geschäftsjahr vereinnahmen.

Dividendenvorschlag: 1,60 Euro je Aktie
Der Ausschüttungsvorschlag in Höhe von 1,60 Euro je Aktie nimmt die Dividendenpolitik wieder auf, die die DBAG angesichts der ungewissen Folgen der Pandemie im vergangenen Jahr ausgesetzt hatte; für das Geschäftsjahr 2018/2019 waren 1,50 Euro gezahlt worden, für 2019/2020 hingegen 0,80 Euro je Aktie. Die DBAG will stabile und wenn möglich steigende Dividenden zahlen. Der aktuelle Vorschlag entspricht einer Rendite von 4,5 Prozent auf den durchschnittlichen Aktienkurs während des vergangenen Geschäftsjahres.