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08.10.2018

Deutsche Beteiligungs AG investiert in SERO Schröder Elektronik Rohrbach GmbH

  • Entwicklungspartner und Fertigungsdienstleister für elektronische Komponenten
  • Management-Buy-out zur Nachfolgeregelung in einem Familienunternehmen – Sechste Transaktion des DBAG Fund VII
  • Wachsender Markt dank mehr Elektronik in Autos

Frankfurt am Main, 8. Oktober 2018. Die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) investiert in die SERO Schröder Elektronik Rohrbach GmbH (Sero), einen Entwicklungs- und Fertigungsdienstleister für elektronische Komponenten. Im Rahmen eines Management-Buy-outs (MBO) wird sich der von der DBAG beratene Fonds DBAG Fund VII mehrheitlich an Sero beteiligen. Bisherige Anteilseigner sind Mitglieder der Familie des Unternehmensgründers Armin Schröder, der mit der Transaktion aus der Geschäftsführung des Unternehmens ausscheiden wird. Die DBAG wird an der Seite des DBAG Fund VII rund elf Millionen Euro investieren; auf sie entfallen zukünftig durchgerechnet rund 20 Prozent der Anteile an Sero. Mitglieder der Sero-Geschäftsführung beteiligen sich ebenfalls an dem Unternehmen. Der Vollzug des Kaufvertrags steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden und ist für November 2018 vorgesehen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Sero wird das sechste Unternehmen im Portfolio des DBAG Fund VII, der seit Dezember 2016 in mittelständische Unternehmen vorwiegend in Deutschland investiert. Inzwischen ist mehr als die Hälfte der Investitionszusagen für den Fonds gebunden. Mit der jüngsten Transaktion strukturiert die DBAG erneut ein MBO, durch das die Nachfolge in einem Familienunternehmen geregelt wird: In sechs der jüngsten acht MBOs haben Unternehmer DBAG-Fonds als neuen Gesellschafter gewählt.

Vor allem die Automobilindustrie setzt auf die hohe Kompetenz des Entwicklungs- und Fertigungsdienstleisters. Sero (www.Sero.de) erzielt rund 80 Prozent seines Umsatzes (2017: 79 Millionen Euro) in dieser Branche. Seros Know-how sowie die vorhandene Soft- und Hardware werden auch in anderen Branchen eingesetzt. So finden die von Sero bestückten Leiterplatten und produzierten elektronischen Komponenten nicht nur Anwendung bei Bremslichtern oder Motorsensoren, sondern zum Beispiel auch bei Hochleistungsmikrofonen, Wärmezählern und anderen Produkten in der industriellen Messtechnik. Die Kunden legen Wert auf kosteneffiziente Produkte in bester Qualität: Sie finden bei Sero Industrialisierungskompetenz sowie einen hohen Automatisierungsgrad mit einem Maschinenpark, der innovative Fertigungsprozesse ermöglicht. Das Unternehmen wurde 1992 als Ingenieurbüro für Automatisierungsprozesse gegründet. Diese Kompetenz bildet den Hintergrund für die erfolgreiche Entwicklung: Heute differenziert sich Sero in einem wettbewerbsintensiven Markt durch die Fähigkeit, marktübliche Produktionslinien mit eigenentwickelten Test- und Fertigungsmodulen zu kombinieren, um so ein besonders hohes Qualitätsniveau zu wettbewerbsfähigen Preisen zu erreichen. Das Unternehmen beschäftigt in Rohrbach (Rheinland-Pfalz) in Entwicklung, Vertrieb und Produktion rund 270 Mitarbeiter.

Sero bewegt sich in einem attraktiven Markt. Für die kommenden Jahre wird ein jährliches Wachstum von rund acht Prozent erwartet. Dieses wird vor allem durch den weiterhin steigenden Anteil elektronischer Komponenten in der Automobilproduktion getrieben, zum Beispiel für autonomes Fahren, Fahrerassistenzsysteme und für höheren Komfort im Innenraum der Fahrzeuge. Sero soll an diesem Wachstum teilhaben und dabei seine Kundenbasis verbreitern. Entsprechend ist an eine Erweiterung der Produktionskapazitäten gedacht, zum Beispiel durch den Aufbau eines weiteren Standortes.

„Mit Sero investieren wir innerhalb kurzer Zeit erneut in ein bisher eigentümergeführtes Unternehmen in einem unserer Kernsektoren, das uns insbesondere durch exzellente Prozesse und konsequente Kundenorientierung überzeugt hat“, kommentiert Dr. Rolf Scheffels, Mitglied des Vorstands der DBAG die Transaktion. „Wir freuen uns, dass der Unternehmensgründer und das Managementteam auf die DBAG und ihre langjährige Erfahrung, insbesondere in der Automobilindustrie, setzen“, so Dr. Scheffels weiter.

Unternehmensgründer Schröder wies auf die vielfältigen Potenziale hin, die sich für Fertigungsdienstleister elektronischer Komponenten bieten: „Sero kann weiterhin wachsen – ich bin sehr zuversichtlich, mit der DBAG dafür den richtigen Partner gefunden zu haben.“