DEEN
08.11.2016

TESLA MOTORS WIRD IM DBAG-PORTFOLIO FÜNDIG

  • Langjährige Beteiligung an Grohmann Engineering GmbH erfolgreich veräußert
  • Vorreiter im Maschinenbau für Elektromobilität
  • Positiver Wertbeitrag im ersten Quartal 2016/2017

Frankfurt am Main, 8. November 2016. Nach nahezu 30 Jahren veräußert die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) eine ihrer erfolgreichsten Beteiligungen an einen strategischen Käufer: Die Grohmann Engineering GmbH, einer der Vorreiter im Maschinenbau für Elektromobilität, wird Teil von Tesla Motors, Inc. Der Hersteller von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen aus dem Silicon Valley erwirbt die Anteile des Unternehmensgründers und Mehrheitsgesellschafters Klaus Grohmann (74,9 Prozent) sowie die Anteile der Deutschen Beteiligungs AG (25,1 Prozent). Der am 6. November unterzeichnete Kaufvertrag steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden. Über den Kaufpreis haben die Vertragsparteien Stillschweigen vereinbart. Mit der Veräußerung realisiert die DBAG einen Preis, der den jüngsten Wertansatz der Beteiligung übersteigt; die Veräußerung wird im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2016/2017 zu einem positiven Wertbeitrag in mittlerer einstelliger Millionenhöhe führen.

Grohmann Engineering entwickelt, produziert und vertreibt weltweit Fertigungsanlagen für die Industrieautomatisierung. Hand in Hand mit Kunden und Lieferanten arbeitet das Unternehmen mit an dem Durchbruch von Schlüsseltechnologien, so wie es beispielsweise die Aufgabenstellungen für die industrielle Fertigung und Montage von Lithium-Ionen-Batterien oder das Testen von Mikrochips oder Wafern erfordern. Die Maschinen und Anlagen werden neben der Automobil-, Elektronik- und Halbleiterindustrie auch in der Bio- und Medizintechnik genutzt. In den vergangenen Jahren hat Grohmann für deutsche und internationale Automobilhersteller zahlreiche Anlagen entwickelt und produziert, mit denen Batteriezellen und Batterien für Elektroautos produziert werden.

Die Beteiligung an Grohmann Engineering geht auf eine Wachstumsfinanzierung durch eine der Vorgängergesellschaften der DBAG in den 1980er Jahren zurück. Die WFG Deutsche Gesellschaft für Wagniskapital mbH & Co. KG hatte sich zum 1. Januar 1987 zu 25,1 Prozent kapitalerhöhend an dem damals drei Jahre alten Unternehmen des Gründers Klaus Grohmann beteiligt. Bereits im zehnten Jahr des Bestehens erzielte Grohmann rund 50 Millionen D-Mark Umsatz. Seit der Übernahme der Anteile durch die Deutsche Beteiligungs AG 1996 (an Grohmann ist keiner der DBAG-Fonds beteiligt) hat sich der Umsatz des Unternehmens jährlich um durchschnittlich mehr als sechs Prozent auf zuletzt (2015) 123 Millionen Euro erhöht. Die Zahl der Mitarbeiter verdreifachte sich im selben Zeitraum auf rund 700. Das Unternehmen wächst weiter: Derzeit wird am Stammsitz in Prüm in neue Produktionskapazitäten und damit auch in neue Arbeitsplätze investiert.

„Mit der Veräußerung geht eine sehr erfolgreiche Wachstumsfinanzierung in einem unserer Kernsektoren zu Ende“, sagte Torsten Grede, Sprecher des DBAG-Vorstands heute. „Mit seiner technologischen Führerschaft steht Grohmann beispielhaft für die hidden champions im deutschen Mittelstand, ohne die wesentliche Innovationen nicht stattfinden könnten“, so Vorstandssprecher Grede weiter. Und: „Grohmann ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie erfolgreich sich technologieorientierte mittelständische Unternehmen mit Hilfe von Wachstumskapital und der Begleitung durch professionelle Investoren weiterentwickeln können.“

„Es ist nicht selbstverständlich, einen Finanzpartner mit so großer Kompetenz im Maschinen- und Anlagenbau zu haben wie ich es mit der Deutschen Beteiligungs AG hatte“, äußerte Klaus Grohmann. „Die DBAG hat in all den Jahren den nötigen unternehmerischen Freiraum gewährt und nun auch meinen Wunsch unterstützt, das Unternehmen an Tesla zu veräußern.“