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23.11.2017

2016/2017 eines der erfolgreichsten Geschäftsjahre der Unternehmensgeschichte

  • Vorläufiges Konzernergebnis 90,4 Millionen Euro: Erfolgreich Veräußerungen wesentliche Grundlage
  • Intensive Investitionstätigkeit: Fünf neue Beteiligungen vereinbart, rund 63 Millionen Euro investiert
  • Dividendenvorschlag 1,40 Euro je Aktie: Deutliches Plus
  • Positiver Ausblick auf laufendes Geschäftsjahr 2017/2018

Frankfurt am Main, 23. November 2017. Die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) hat das Geschäftsjahr 2016/2017 mit einem der besten Konzernergebnisse ihrer Unternehmensgeschichte abgeschlossen. Es hat die zuletzt im August angehobene Prognose für 2016/2017 noch einmal übertroffen und erreichte 90,4 Millionen Euro. Das gab die DBAG heute im Rahmen der Veröffentlichung ihrer vorläufigen Zahlen zum Stichtag 30. September 2017 bekannt. Der Geschäftsbericht und der Konzernabschluss werden am 15. Dezember 2017 veröffentlicht.

Die Unternehmen im Portfolio der DBAG haben im abgelaufenen Geschäftsjahr großes Interesse am Markt gefunden. Insgesamt wurden sechs Beteiligungen veräußert – die meisten davon mit im langfristigen Vergleich deutlich überdurchschnittlichem Erfolg. „Gleichzeitig hat die DBAG mit ihrer intensiven Investitionstätigkeit die Voraussetzung für künftige Erfolge geschaffen“, kommentierte Vorstandssprecher Torsten Grede. „Rund 63 Millionen Euro sind 2016/2017 aus der DBAG-Bilanz in das Portfolio geflossen. Das ist rund zwei Drittel mehr als in den vorangegangenen fünf Jahren durchschnittlich investiert wurde.“

Die Aktionäre der DBAG sollen mit einer Dividende von 1,40 Euro je Aktie am Erfolg des Geschäftsjahres 2016/2017 teilhaben. Das entspräche einer Steigerung von 20 Eurocent oder knapp 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für das laufende Geschäftsjahr 2017/2018 erwartet die DBAG ein Konzernergebnis, das den Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre von 43,0 Millionen deutlich, also um mindestens 20 Prozent, übersteigt.

Veräußerungsmultiplikatoren deutlich über langjährigem Durchschnitt
Erfolgreiche Veräußerungen haben das Geschäftsjahr 2016/2017 geprägt. Innerhalb weniger Monate wurden die Beteiligungen an FDG, Formel D,
ProXES, Romaco (DBAG Fund V) und Schülerhilfe (DBAG Fund VI) veräußert. Mit den Veräußerungen erzielte die DBAG einen durchschnittlichen Kapitalmultiplikator von 3,8. Das ist deutlich mehr als im langjährigen Durchschnitt erzielt worden war. Veräußert hat die DBAG auch ihre Anteile an Grohmann Engineering und damit die älteste und zugleich eine der erfolgreichsten Beteiligungen.

Als Fondsverwalter und -berater hat das Investmentteam der DBAG 2016/2017 Investitionsentscheidungen über 345 Millionen Euro ausgelöst (Vorjahr: 278 Millionen Euro). Insgesamt haben die DBAG-Fonds sechs neue Beteiligungen in Form von Management-Buy-outs (MBOs) strukturiert; zwei davon waren bereits im Geschäftsjahr 2015/2016 vereinbart worden. Ein weiteres MBO wurde ebenfalls 2016/2017 vereinbart, ist bisher aber noch nicht vollzogen. „Der DBAG Fund VII ist weniger als ein Jahr nach dem Beginn seiner Investitionsperiode zu mehr als 20 Prozent investiert“ kommentierte Vorstandssprecher Grede und erläuterte weiter: „Die strategischen Weichenstellungen des vorangegangenen Jahres haben uns schon im Geschäftsjahr 2016/2017 neue Beteiligungsmöglichkeiten eröffnet.“ So wurde beim Erwerb der Anteile an More than Meals erstmalig der Top-up-Fonds des DBAG Fund VII genutzt, der Eigenkapitalinvestitionen von mehr als 100 Millionen Euro ermöglicht. Das MBO von vitronet war die erste Mehrheitsbeteiligung des DBAG ECF. Der Fonds hatte sich bis zur Erweiterung seiner Investitionskriterien im Jahr 2016 ausschließlich minderheitlich an Unternehmen beteiligt.

Das Portfolio der DBAG hat sich durch neue Beteiligungen und Veräußerungen im Geschäftsjahr 2016/2017 verjüngt. Zehn der 22 Beteiligungen war zum Stichtag jünger als zwei Jahre.

Eigenkapitalrendite je Aktie erreicht 26,5 Prozent
Das Konzernergebnis der DBAG von 90,4 Millionen Euro übertrifft den Vorjahreswert um mehr als 80 Prozent. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf die bereits erwähnten Veräußerungen zurückzuführen. Die dabei erzielten Erlöse steigerten das Ergebnis aus dem Beteiligungsgeschäft auf 94,3 Millionen Euro (Vorjahr: 59,4 Millionen Euro). Bedingt durch das sehr gute Konzernergebnis lag die Eigenkapitalrendite je Aktie, zentrale Steuerungsgröße der DBAG, zum Stichtag mit 26,5 Prozent deutlich über den Eigenkapitalkosten.

Die DBAG verfügt über eine solide Bilanz mit einer Eigenkapitalquote von rund 94 Prozent. Die Finanzmittel haben sich im Vergleich zum Vorjahr durch Zuflüsse aus Veräußerungen deutlich erhöht: 161,6 Millionen Euro können für Investitionen genutzt werden (Vorjahr: 72,6 Millionen Euro). Diesen Finanzmitteln und einer Kreditlinie über 50 Millionen Euro stehen Co-Investitionsvereinbarungen mit den DBAG-Fonds von 254 Millionen Euro gegenüber. Im Durchschnitt der kommenden drei Geschäftsjahre (2017/2018 und die beiden Folgejahre) will die DBAG rund 70 Millionen Euro jährlich an der Seite der DBAG-Fonds investieren.

Beide Segmente mit positivem Beitrag zum Konzernergebnis
Das Vorsteuer-Ergebnis des Segments Private-Equity-Investments erreichte 85,7 Millionen Euro, das sind 33,4 Millionen Euro mehr als im vorangegangenen Geschäftsjahr 2015/2016. Das Plus geht in erster Linie auf das hohe Ergebnis aus dem Beteiligungsgeschäft zurück.

Ein deutlich besseres Ergebnis wurde auch im Segment Fondsberatung erreicht. Das Segmentergebnis vor Steuern belief sich 2016/2017 auf 4,7 Millionen Euro; im Vorjahr war es, aufgrund von Einmaleffekten, negativ gewesen
(-3,0 Millionen Euro). Bedingt durch den Beginn der Investitionsperiode des DBAG Fund VII im Dezember 2016 stiegen die Erträge aus der Fondsverwaltung und -beratung auf 28,1 Millionen Euro (Vorjahr: 19,5 Millionen Euro).

Dividendenvorschlag: 1,40 Euro je Aktie
Aus dem Dividendenvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat – 1,40 Euro je Aktie – ergibt sich eine Dividendenrendite von 3,9 Prozent auf den durchschnittlichen Kurs des abgelaufenen Geschäftsjahres. „Unser Ziel ist es, die Aktionäre der DBAG am Unternehmenserfolg zu beteiligen“, kommentierte Finanzvorstand Susanne Zeidler. „Mit einer Wertsteigerung von rund 59 Prozent war die DBAG-Aktie 2016/2017 erneut eine attraktive Anlagemöglichkeit.“ Auch langfristig profitieren Aktionäre von einer überdurchschnittlichen Wertentwicklung: Über die vergangenen zehn Geschäftsjahre erreichte sie unter Berücksichtigung der Ausschüttungen eine Wertsteigerung von 13,5 Prozent – und liegt damit klar über den Vergleichsindizes der DBAG.

Positiver Ausblick auf Geschäftsjahr 2017/2018
Angesichts der für das Private-Equity-Geschäft typischen Volatilität ist es nicht sinnvoll, das Ergebnis eines Rekordjahres als Grundlage der Ergebnis-prognose für das nächste Jahr zu verwenden. Sie bezieht sich deshalb auf das durchschnittliche Konzernergebnis der vergangenen fünf Jahre: Für das Konzernergebnis 2017/2018 prognostiziert die DBAG eine deutliche Steigerung, also um mindestens 20 Prozent, gegenüber diesem Durchschnittswert von 43,0 Millionen Euro. „Wir gehen von einer weiterhin guten Wertentwicklung unseres jungen Portfolios aus. Außerdem werden wir 2017/2018 erstmals für ein volles Jahr Erträge aus der Beratung des DBAG Fund VII erhalten“, erläuterte Finanzvorstand Susanne Zeidler. „Beides rechtfertigt einen optimistischen Ausblick – auch über das laufende Geschäftsjahr hinaus.“

Für die Geschäftsjahre 2018/2019 und 2019/2020 erwartet die DBAG ein Konzernergebnis, das deutlich (mehr als 20 Prozent) beziehungsweise moderat (zehn bis 20 Prozent) über dem des laufenden Geschäftsjahres liegt. Die Rendite auf das Eigenkapital je Aktie wird dabei die als unverändert unterstellten Eigenkapitalkosten im laufenden und den beiden darauffolgenden Geschäftsjahren deutlich übertreffen.

Vorstandssprecher Grede wies darauf hin, dass ein Teil des Erfolgs der vergangenen Jahre auf den Anstieg der Bewertungen an den Kapitalmärkten zurückzuführen ist. Allerdings: „Auch die Bewertungen, zu denen wir in neue Unternehmensbeteiligungen investieren, sind gestiegen. Von dem höheren Preisniveau können wir uns nicht abkoppeln“, sagte der DBAG-Vorstandssprecher, und weiter: „Wir antworten unternehmerisch auf diese Herausforderung.“ Die DBAG konzentriert sich noch mehr als zuvor auf Beteiligungsmöglichkeiten, bei denen die Größe des DBAG-Investmentteams und dessen besondere Erfahrung mit komplexen Transaktionen vorteilhaft eingesetzt werden können. Von Beginn an werden die strategischen und operativen Verbesserungspotenziale in den Portfoliounternehmen in den Blick genommen. „Nicht zuletzt im vergangenen Geschäftsjahr hat sich gezeigt, wie weit wir auch mit der Optimierung unserer eigenen Geschäftsprozesse vorangekommen sind“, sagte Torsten Grede: Vier der sechs Veräußerungen hat die DBAG innerhalb von drei Wochen abschließen können. „So viele anspruchsvolle Transaktionen parallel zum Erfolg zu führen, setzt eingespielte Abläufe im ganzen Unternehmen voraus.“