DEEN
22.03.2013

DEUTSCHE BETEILIGUNGS AG ERWIRBT STEPHAN MACHINERY GMBH

MASCHINENBAU FÜR DIE LEBENSMITTELINDUSTRIE / MBO MIT DBAG FUND V

Frankfurt am Main, 22. März 2013. Die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) und der von ihr verwaltete Private-Equity-Fonds DBAG Fund V werden die Stephan Machinery GmbH („Stephan“) im Rahmen eines Management-Buy-outs (MBO) erwerben. Einen entsprechenden Kaufvertrag haben die DBAG und der Veräußerer des Unternehmens, die italienische IMA-Gruppe (www.ima.it), heute unterzeichnet. Der Vollzug des Vertrages steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden. Der Kaufpreis für das finanzschuldenfreie Unternehmen beträgt rund 40 Millionen Euro. Die DBAG wird für den Erwerb bis zu 3,7 Millionen Euro aus ihrer Bilanz investieren und künftig rund 19 Prozent an Stephan halten. Die übrigen Anteile werden der parallel investierende DBAG Fund V und Mitglieder des Stephan-Managements erwerben. Der Abschluss der Transaktion wird innerhalb der kommenden drei Monate erwartet.

Stephan (www.stephan-machinery.com) stellt Maschinen für die Lebensmittelproduktion her. 2012 erzielte das Unternehmen rund 42 Millionen Euro Umsatz. Seine Maschinen sind technologisch führend: Mit ihnen werden flüssige und halbflüssige Lebensmittel, also Saucen, Suppen oder auch Babynahrung heiß verarbeitet. Stephan verfügt im Gegensatz zu den meisten Wettbewerbern über eine Engineering-Abteilung mit Anlagenbau-Kompetenz und kann deshalb integrierte Produktionsanlagen anbieten. Die eigenen Prozessmaschinen bilden dabei die Schlüsseltechnologie. Für vor- und nachgelagerte Prozessschritte wie etwa die Zuführung der Ausgangsmaterialien und die abschließende Verpackung nutzt das Unternehmen zugekaufte Technologien. Dieses Geschäftsmodell ist der DBAG aus dem Portfoliounternehmen Romaco bekannt: Dessen Tochtergesellschaft Fryma-Koruma bedient in Teilen die gleichen Kundengruppen, liefert allerdings Maschinen zur kalten Verarbeitung von Lebensmitteln. Beide Prozesse sind in der Lebensmittelproduktion komplementär.

Stephans Kundenstruktur umfasst alle in den jeweiligen Produktesegmenten bedeutenden internationalen Nahrungsmittelproduzenten, aber auch wichtige Kunden aus den Wachstumsmärkten. Dies dokumentiert Stephans marktführende Stellung in den zum Teil kleinen Nischenmärkten des Unternehmens: Unter den international agierenden Maschinenbauern im Bereich der Schmelzkäseherstellung ist Stephan zum Beispiel mit einem Anteil von 30 Prozent weltweit der stärkste Wettbewerber.

Stephan wurde 1953 als Familienunternehmen in Hameln (Niedersachsen) gegründet. 1999 wurde das Unternehmen durch die italienische Sympak-Gruppe erworben, die wiederum 2011 von der IMA-Gruppe akquiriert wurde. IMA konzentriert sich auf Verpackungsmaschinen und veräußert Stephan nun weiter, da es nicht zu ihrem Kerngeschäft gehört. Stephan beschäftigt rund 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 120 in Produktion, Montage und Engineering am Unternehmenssitz in Hameln. In der Nähe Hamburgs gibt es einen Entwicklungsstandort; knapp 50 Mitarbeiter beschäftigen Vertriebsgesellschaften in Frankreich, Großbritannien, Belgien, Polen, Russland, Singapur und in den USA.

„Stephan verfügt über Systemkompetenz für komplette Prozesslinien und ist der führende Lieferant in einem sehr attraktiven Segment der Lebensmittelindustrie“, so Dr. Rolf Scheffels, Mitglied des Vorstands der Deutschen Beteiligungs AG heute aus Anlass der Vertragsunterzeichnung. „Der Lebensmittelmarkt ist stabil, für Stephan Machinery relevante Segmente wie Fertiggerichte und Babynahrung wachsen und bieten gutes Potenzial, hinzu kommt das Wachstum in den Schwellenländern – all das bietet gute Chancen für ein Unternehmen mit so guter Technologie wie Stephan“, so Dr. Scheffels weiter.

„Mit der DBAG haben wie einen finanzstarken und kompetenten Partner mit Branchenerfahrung gefunden. Dies ermöglicht es uns, die erfolgreiche Entwicklung unserer Unternehmensgruppe fortzuführen, neue Märkte zu erschließen und unsere technologische Marktführerschaft auszubauen. Wir freuen uns über diese Partnerschaft sehr“, so Olaf Pehmöller, CEO der Stephan-Gruppe.