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12.09.2014

DEUTSCHE BETEILIGUNGS AG: KNAPP 40 MILLIONEN EURO KONZERNERGEBNIS NACH DREI QUARTALEN

  • Junge Portfoliounternehmen entwickeln sich gut
  • Zukäufe und Wachstumsinvestitionen im Portfolio
  • Eigenkapital je Aktie steigt auf 22,01 Euro
  • Konzernergebnis rund 10 Millionen Euro über Vorjahr erwartet

Frankfurt am Main, 12. September 2014. Die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) erreicht nach drei Quartalen ein Konzernergebnis von 39,6 Millionen Euro. Damit wird das Vorjahresergebnis von 32,3 Millionen Euro nach neun Monaten bereits übertroffen. Für das volle Geschäftsjahr 2013/2014 (1. November bis 31. Oktober) erwartet der Vorstand der börsennotierten Private-Equity-Gesellschaft nun ein Ergebnis, dass das des Vorjahres um rund zehn Millionen Euro übertrifft. Grundlage des Quartalsabschlusses sind der sehr erfolgreiche Abschluss der Beteiligung an der Homag Group AG und die gute Entwicklung der jungen Portfoliounternehmen.

Das Eigenkapital je Aktie beträgt zum 31. Juli 2014, dem Quartalsstichtag, 22,01 Euro. Das sind 1,65 Euro je Aktie mehr als zu Beginn des Geschäftsjahres. Bezogen auf das um die Ausschüttung von 1,20 Euro reduzierte Eigenkapital zu Beginn des Geschäftsjahres (19,16 Euro) entspricht das einem Anstieg um 14,9 Prozent. 2012/2013 hatte das Konzernergebnis der ersten drei Quartale zu einem Anstieg des Eigenkapitals je Aktie um 8,5 Prozent geführt.

Mitte Juli hatte die DBAG alle von ihr gehaltenen Aktien an der Homag Group AG veräußert. Damit wurde eine der größten und am längsten währenden Beteiligungen der Deutschen Beteiligungs AG mit großem Erfolg beendet. Addiert man zu dem jetzigen Erlös den Zufluss aus dem Homag-Börsengang im Juli 2007 und die seit 1997 erhaltenen Dividenden, ergibt sich ein Kapitalmultiplikator von 3,5. Das heißt: Die Summe der Erlöse übertrifft die Anschaffungskosten um das 2,5-Fache.

Für das laufende Geschäftsjahr sichert der Abschluss des Kaufvertrages einen Wertbeitrag aus dieser Transaktion von 25,9 Millionen Euro, 15,7 Millionen Euro davon fielen im dritten Quartal an. Auch die nicht börsennotierten Beteiligungen im Portfolio lieferten mit 8,5 Millionen Euro einen bedeutenden Beitrag zum Quartalsergebnis. Es erreichte 21,5 Millionen Euro. Im vorangegangenen Geschäftsjahr 2012/2013 hatte das Konzernergebnis nach drei Quartalen 21,3 Millionen Euro betragen; davon waren 2,4 Millionen Euro dem dritten Quartal zuzuordnen.

Neben der Homag-Veräußerung trug auch die Wertsteigerung der nicht börsennotierten Beteiligungen signifikant zum Konzernergebnis im dritten Quartal bei. Dies ist insbesondere auf die erfreuliche Entwicklung der jungen Portfoliounternehmen im ersten Jahr ihrer Partnerschaft mit der Deutschen Beteiligungs AG zurückzuführen. So wächst zum Beispiel bei inexio das ertragsstarke Privatkundengeschäft kräftig. Bei Formel D liegen Betriebsleistung und Ertrag deutlich über Plan. Beim älteren Portfolio gleichen sich positive und negative Effekte in den verschiedenen Märkten aus. Die strategische Position der Beteiligungen sieht der Vorstand durch diese kurzfristigen Veränderungen jedoch nicht beeinträchtigt.

Die Geschäftsführungen der Portfoliounternehmen arbeiten weiter an der Umsetzung der zu Beteiligungsbeginn abgestimmten strategischen Weichenstellungen und Maßnahmen. So wurde „Unser Heimatbäcker“ wenige Wochen nach Beginn der Beteiligung in einem ersten Wachstumsschritt durch den Kauf einer anderen Bäckereikette gestärkt; die DBAG leistete dazu einen Finanzierungsbeitrag. Im August, also nach dem jüngsten Stichtag, hat Broetje-Automation mit einer Akquisition das Produktangebot ausgebaut und wird damit der weltweit größte Anbieter von Flugzeug-Montagetechnik.

In seiner Ergebnisvorschau für das Geschäftsjahr 2013/2014 unterstellt der DBAG-Vorstand, dass sich die aktuellen Turbulenzen an den Kapitalmärkten nicht zu einer tiefen Krise verfestigen und die geopolitischen Brandherde die Weltwirtschaft nicht ernsthaft beeinträchtigen. Nach Abschluss des Geschäftsjahres will der Vorstand mit dem Aufsichtsrat über die Höhe der Sonderdividende beraten, die bereits im Juli in Aussicht gestellt worden war.