DEEN
07.11.2008

Konzernfehlbetrag von rund 50 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2007/2008 wegen schlechter Kapitalmarktentwicklung

Mitteilung nach § 15 WpHG
Deutsche Beteiligungs AG, WKN 550 810

Die Deutsche Beteiligungs AG wird für das Geschäftsjahr 2007/2008 (1. November bis 31. Oktober) voraussichtlich einen Konzernfehlbetrag von rund 50 Millionen Euro ausweisen. Dies hat eine erste überschlägige, noch ungeprüfte Berechnung im Rahmen der Aufstellung des Konzernabschlusses ergeben.

Verantwortlich für den Fehlbetrag ist der jüngste Verfall der Bewertungsmultiplikatoren an den Kapitalmärkten. Diese Multiplikatoren sind wesentliche Grundlage der Unternehmensbewertungen, die die Deutsche Beteiligungs AG entsprechend IFRS vornimmt. Veränderungen dieser Bewertungen werden quartalsweise in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der Konzernfehlbetrag würde zu einem Rückgang des Eigenkapitals je Aktie um rund 3,65 Euro auf rund 18,00 Euro je Aktie führen; die Aktie der Deutschen Beteiligungs AG wurde gestern (Xetra-Schlusskurs) mit 10,15 Euro gehandelt.

Besonders sichtbar wird der Einfluss der Kapitalmarktverhältnisse auf das Ergebnis der Deutschen Beteiligungs AG am Wert der börsennotierten Beteiligung im Portfolio, der Homag Group AG. Sie wird zum Stichtag mit dem jeweiligen Börsenkurs bewertet. Der Kurs der Homag-Aktie sank im Verlauf des Geschäftsjahres von 28,14 Euro auf 9,07 Euro. Daraus ergibt sich ein negativer Bewertungseffekt auf das Konzernergebnis von rund 48 Millionen Euro, davon rund 22 Millionen Euro im vierten Quartal (1. August bis 31. Oktober). Die Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus im Portfolio sind zum 31. Oktober 2008 mit Multiplikatoren bewertet, die rund 40 Prozent niedriger sind als die ein Jahr zuvor relevanten Faktoren; seit der Zuspitzung der Finanzmarktkrise Mitte September gingen die Bewertungsverhältnisse besonders stark zurück. Von den aktuellen konjunkturellen Veränderungen und den Auswirkungen einer absehbaren Rezession sind die Portfoliounternehmen in unterschiedlichem Ausmaß betroffen. Insgesamt entwickelten sie sich 2008 noch gut. Der negative Einfluss aus dem Verfall der Bewertungsverhältnisse konnte dadurch jedoch nicht kompensiert werden.

Der voraussichtliche Konzernfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2007/2008 beruht ganz überwiegend auf nicht realisierten Wertveränderungen; er hat keine Auswirkungen auf die nach wie vor hohe Liquidität des Konzerns in Höhe von rund 105 Millionen Euro.

Der Vorstand
Frankfurt am Main, 7. November 2008