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15.04.2016

DEUTSCHE BETEILIGUNGS AG SCHLIESST DBAG FUND IV AB

Erfolgreicher Buy-out-Fonds: Investoren erhalten das Zweifache ihrer Investitionen zurück / Clyde Bergemann Power Group veräußert

Frankfurt am Main, 15. April 2016. Mit der Veräußerung der letzten von ursprünglich zehn Beteiligungen hat die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) den DBAG Fund IV wirtschaftlich sehr erfolgreich abgeschlossen. Die Investoren des 2002 aufgelegten Buy-out-Fonds erhalten insgesamt mehr als das Doppelte ihrer Einzahlungen zurück. Der DBAG Fund IV gehört damit zu den besten Fonds seines Jahrgangs für Private-Equity-Investitionen in Europa. Als letzte wurde jetzt die Beteiligung an der Clyde Bergemann Power Group veräußert, die die DBAG an der Seite des DBAG Fund IV im Mai 2005 eingegangen war. Käufer der Anteile ist ein Mitgesellschafter, der seit heute mit seinem Family Office alleiniger Eigentümer ist.

Der DBAG Fund IV wurde 2002 aufgelegt. Erstmals hatten für diesen Fonds Investoren Mittel zugesagt, die nicht zum Aktionärskreis der DBAG gehörten. Die DBAG investierte an der Seite des Fonds unter anderem in vier Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus und drei Automobilzulieferer. Zum Portfolio gehörten zum Beispiel der Pumpenhersteller Lewa, die Otto Sauer Achsenfabrik und das Bauzulieferunternehmen Heim & Haus. Die erfolgreiche Investitionstätigkeit des DBAG Fund IV mit raschen Rückflüssen an die Investoren hat die Auflage weiterer Buy-out-Fonds mit jeweils höherem Volumen ermöglicht: An den DBAG Fund IV (Investitionsvolumen 228 Millionen Euro, zusätzlich 94 Millionen Euro durch die DBAG) schloss sich der DBAG Fund V an. Dieser Fonds (434 Millionen Euro, zusätzlich 105 Millionen Euro von der DBAG) investierte zwischen Februar 2007 und Februar 2013 in elf Unternehmen. Fünf der Beteiligungen sind veräußert; zuletzt war im Dezember 2015 Spheros, ein Hersteller von Klimaanlagen für Busse, verkauft worden. Seit Februar 2013 investiert die DBAG an der Seite des DBAG Fund VI in MBOs. Der Fonds hat ein Volumen von 700 Millionen Euro (133 Millionen Euro kommen von der DBAG); davon sind bisher rund 60 Prozent in acht Unternehmensbeteiligungen investiert, zum Beispiel in das Nachhilfeunternehmen Schülerhilfe und in die Gießereien Gienanth und Silbitz.

An der Clyde Bergemann Power Group hatten sich DBAG und DBAG Fund IV im Mai 2005 beteiligt. Die Unternehmen der Gruppe entwickeln und produzieren Komponenten für energiebezogene Produktionsprozesse. Die Produkte gewährleisten einen effizienten und sicheren Betrieb von Kraftwerken, Industrie- und Müllverbrennungsanlagen sowie petrochemischen Anlagen und tragen zur emissionsärmeren und effizienteren Energieerzeugung bei. Außerdem übernimmt das Unternehmen den Service für diese Produkte.

Zunächst war das Unternehmen stark gewachsen: Der Umsatz erhöhte sich von 180 Millionen US-Dollar zu Beteiligungsbeginn auf mehr als 500 Millionen US-Dollar, auch durch mehrere Unternehmenszukäufe. In den vergangenen Jahren hatte sich allerdings zunehmend die veränderte Haltung gegenüber der Stromerzeugung aus Kohle in wichtigen Märkten negativ bemerkbar gemacht. Dies gilt für Deutschland und zuletzt auch für die USA. Die Investitionsbereitschaft der Betreiber von Kohlekraftwerken in diesen Märkten ging deutlich zurück. Das Unternehmen hat darauf mit der Restrukturierung seiner größeren amerikanischen Einheiten und europäischer Standorte reagiert. Das asiatische Geschäft hingegen entwickelt sich weiterhin positiv. Die zahlreichen in China errichteten Kohlekraftwerke bilden eine gute Grundlage für ein umfangreiches Service- und Ersatzteilgeschäft der Gruppe. Vor diesem Markthintergrund wurde Clyde Bergemann jetzt nach Abschluss der Restrukturierung und der Beseitigung der Risiken aus bestimmten Großprojekten an einen Mitgesellschafter veräußert: Der Leiter des Asiengeschäfts des Unternehmens hat mit seinem Family Office auch die Anteile weiterer Gesellschafter erworben. Im Zuge des Kaufs wurde das Kapital zur Stärkung des Geschäfts erhöht.

Aus der gestern vollzogenen Veräußerung ergibt sich kein Wertbeitrag für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres (1. Oktober bis 30. September). Im ersten Halbjahr war der Wertbeitrag Clyde Bergemanns zum Konzernergebnis negativ. Das Bewertungsergebnis des Konzerns des zweiten Quartals ist gleichwohl positiv. Die DBAG legt ihren Zwischenabschluss zum 31. März (1. Halbjahr) am 12. Mai 2016 vor.