ZIELE & STRATEGIE

LANGFRISTIGE STEIGERUNG DES UNTERNEHMENSWERTES

Das zentrale wirtschaftliche Ziel unserer Geschäftstätigkeit ist, den Unternehmenswert der  Deutschen Beteiligungs AG langfristig zu steigern. Wir erreichen dieses Ziel durch die Steigerung des Wertes unserer beiden Geschäftsfelder Private-Equity-Investments und Fondsberatung.

Unseren Erfolg zu beurteilen erfordert – wie in der Private-Equity-Branche üblich – einen  langen Betrachtungshorizont. Die Erträge aus dem Beteiligungsgeschäft werden maßgeblich von den Wertsteigerungen der Portfoliounternehmen beeinflusst. Das Ausschöpfen der Entwicklungspotenziale erfordert Geduld; im Durchschnitt begleiten wir die Unternehmen über einen Zeitraum von vier bis sieben Jahren. Die Erträge aus dem Fondsgeschäft werden maßgeblich vom Initiieren neuer Fonds beeinflusst, was etwa alle vier bis fünf Jahre stattfindet; die Laufzeit eines Fonds beträgt planmäßig zehn Jahre, Verlängerungen um bis zu zwei Jahre sind üblich. Kurzfristig können Kennzahlen auch rückläufige Werte aufweisen. Dies ist teils geschäftstypisch, weil beispielsweise Erträge aus dem Fondsgeschäft nach Veräußerungen sinken. Teils ist es aber auch auf externe Einflussfaktoren zurückzuführen, die kurzfristig stark schwanken können, etwa die Bewertungsniveaus börsennotierter Vergleichsunternehmen im Rahmen der Portfoliobewertung. Ein einzelnes Quartal und selbst ein Geschäftsjahr sagen deshalb wenig über den Erfolg unserer Geschäftstätigkeit aus. Nur ein angemessen langer Betrachtungshorizont kann Aufschluss darüber geben, ob wir das zentrale wirtschaftliche Ziel unserer Geschäftstätigkeit erreicht haben.

STRATEGIE: BETEILIGUNG AN UNTERNEHMEN DES DEUTSCHEN MITTELSTANDS MIT ENTWICKLUNGSPOTENZIAL

Die DBAG investiert in etablierte Unternehmen mit einem bewährten Geschäftsmodell. Damit schließen wir die Beteiligung an sehr jungen Unternehmen und solchen mit sehr hohem Restrukturierungsbedarf aus. Darüber hinaus legen wir Wert auf erfahrene und engagierte Geschäftsführungen oder Vorstände, die in der Lage sind, die mit ihnen vereinbarten Ziele umzusetzen.

Im Geschäftsjahr 2018/2019 haben wir unsere Investitionsstrategie und damit unser Produktangebot für den Mittelstand erweitert: Neben die Co-Investitionen an der Seite der DBAG-Fonds treten Eigenkapitalbeteiligungen, zu deren Finanzierung wir allein die Bilanz der Deutschen Beteiligungs AG nutzen. Es geht um Beteiligungen, die nicht zu den Anlagestrategien der bestehenden DBAG-Fonds passen. Deshalb unterscheiden sich diese Bilanzinvestments von den Co-Investitionen an der Seite der Fonds zunächst durch die vorgesehene Beteiligungsdauer: Unser Angebot richtet sich an Familienunternehmen, denen wir aus unserer Bilanz Beteiligungskapital anbieten können, das längere Haltedauern ermöglicht, als es die übliche Laufzeit eines geschlossenen Private-Equity-Fonds vorsieht.

Wir suchen Unternehmen für unser Portfolio, die über Entwicklungsmöglichkeiten verfügen. So kann eine Stärkung ihrer strategischen Positionierung – z. B. durch eine breitere Produktpalette oder die Bearbeitung eines größeren geografischen Marktes – Wertsteigerungspotenzial freisetzen. 

Weitere Kennzeichen von Unternehmen, die in unser Investitionsspektrum passen, sind eine führende Stellung in einem (möglicherweise kleinen) Markt, ein unternehmerisch agierendes Management, eine hohe Innovationskraft und zukunftsfähige Produkte. Zudem sind die  Geschäftsmodelle dieser Unternehmen darauf ausgerichtet, von den Megatrends in ihren jeweiligen Sektoren zu profitieren. Solche Unternehmen gibt es im deutschen Mittelstand in großer Zahl, etwa im Maschinen- und Anlagenbau, in der Automobilzulieferindustrie, bei Industriedienstleistern und bei den Herstellern industrieller Komponenten.

Neben die Beteiligungen in unseren Kernsektoren sind in den vergangenen Jahren zunehmend Portfoliounternehmen in anderen, neuen Fokussektoren getreten, die inzwischen einen  beträchtlichen Anteil am Portfolio ausmachen. Beispiele für Transaktionen aus diesen neuen Fokussektoren sind Unternehmen, deren Geschäft mit dem Ausbau der digitalen Infrastruktur in Deutschland zusammenhängt. Auch in der Softwarebranche lassen sich immer  häufiger Unternehmen mit reifen und attraktiven Geschäftsmodellen finden. Zudem hat sich in den vergangenen Jahren der Gesundheitssektor für Finanzinvestoren geöffnet.

Regional konzentrieren wir uns auf Unternehmen mit Sitz oder Geschäftsschwerpunkt im deutschsprachigen Raum; Beteiligungen außerhalb dieser Region beschränken wir auf unsere Kernsektoren.